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Jetzt offizell: AACS wurde erfolgreich angegriffen

26.01.2007 | 14:48 Uhr |

Die bei HD-DVD und Blu-ray zum Einsatz kommende Schutztechnologie AACS ist erfolgreich umgangen worden. Das haben nun auch die an der Entwicklung von AACS beteiligten Unternehmen offiziel bestätigt.

Das hinter der Entwicklung der Kopierschutztechnologie AACS steckende Konsortium hat offiziell eingeräumt, dass das Verschlüsselungssystem gehackt wurde. AACS kommt zum Verschlüsseln der Inhalte auf Blu-ray- und HD-DVD-Medien zum Einsatz. So gehören dem AACS-Konsortium unter anderem Sony, Microsoft, IBM, Toshiba, Walt Disney und Panasonic an.

Laut Angaben des Konsortiums hätten Hacker die so genannten "Titel-Schlüssel" gestohlen, um damit die hochauflösenden Filme über eine fehlerhafte DVD-Player-Software zu entschlüsseln. Die so kopierten Filme seien dann in Tauschbörsen aufgetaucht. Der Schaden wird allerdings als gering eingeschätzt, weil die HD-Medien und Geräte derzeit noch teuer sind und der Download der Filme enorm groß ist.

Das Konsortium betonte in einer Stellungnahme am Donnerstag, dass nicht das AACS selbst erfolgreich attackiert worden sei. Den Hackern sei es lediglich gelungen, mit Hilfe gestohlener Titel-Schlüssel die Verschlüsselung auszuschalten. Wobei mit "stehlen" gemeint ist, dass die Hacker die Schlüssel bei der Übertragung vom Player an die Software abfangen konnten.

Das Konsortium hat einige Zeit verstreichen lassen, bevor es sich jetzt überhaupt zu Worte gemeldet hat. Bereits vor einem Monat hatte ein Anwender, der sich Muslix64 nennt, öffentlich erklärt, den bei HD-DVD zum Einsatz kommenden Schutz umgangen zu haben. Aus Gründen der "Gleichberechtigung", so Muslix64, habe er sich dann dem Blu-ray-Format gewidmet und auch dort mit einer ähnlichen Methode den Schutz umgangen.

Die am AACS beteiligten Unternehmen beraten noch, wie sie reagieren wollen. Bisher haben sie nur angekündigt, alle notwendigen Mittel ergreifen zu wollen.

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