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Jetzt ist auch die Regierung gegen Napster

10.09.2000 | 01:09 Uhr |

Nachdem Napster in den letzten Wochen einige Prominente präsentieren konnte, die die MP3-Tauschbörse tatkräftig unterstützen wollen, fährt nun auch die Gegenseite stärkere Geschütze auf.

Nachdem Napster in den letzten Wochen einige Prominente präsentieren konnte, die die MP3-Tauschbörse tatkräftig unterstützen wollen, fährt nun auch die Gegenseite stärkere Geschütze auf.

Die neuen Partner der RIAA (Recording Industry Association of America) sind das US-Justizministerium und die US-Behörde für Urheberrechte.

Die US-Regierung reichte am Freitag (amerikanische Zeit) einen Schriftsatz beim zuständigen neunten US-Berufungsgericht ein. Darin heißt es, dass die Strategie der Napster-Verteidiger die Bundesgesetze für Urheberrechte "verspotte".

Würde es Napster gestattet, in der jetzigen Form weiter zu existieren, dann würde dies dazu führen, dass die Nutzer der MP3-Tauschbörse weiterhin die Urheberrechte verletzen. Dies könne nicht geduldet werden.

Zwar muss das Gericht den Schriftsatz der Regierung nicht berücksichtigen, allerdings ist auch die psychologische Wirkung der Einmischung der Regierung nicht zu verkennen.

Der Termin für die Verhandlung Napster gegen RIAA ist für die erste Oktoberwoche angesetzt. (PC-WELT, 09.09.2000, pk)

PC-WELT Report: Napster und die Alternativen

Napster: Vorbereitungen für die nächste Runde (PC-WELT Online, 18.08.2000)

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Napster wehrt sich (PC-WELT Online, 28.07.2000)

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