14.03.2012, 15:20

Benjamin Schischka

Studie

Jedes zweite gefundene Smartphone wird nicht zurückgegeben

Smartphone verloren? ©Polylooks

Was tun Smartphone-Finder mit dem gefundenen Gerät? Der Antiviren-Spezialist Symantec hat absichtlich 50 Smartphones in fünf Großstädten „verloren“.
Der Antiviren-Spezialist Symantec hat in den Städten New York, Washington, Los Angeles, San Francisco und Ottawa (Kanada) absichtlich 50 Smartphones „verloren“ und per versteckter Software untersucht, was die Finder mit den Smartphones tun. Der Name des Projekts: „The Symantec Honey Stick Project“. Auf den Test-Geräten befanden sich fiktive persönliche Informationen und erfundene Firmendaten.
Das Ergebnis des Versuchs:
  • 96 Prozent der verlorenen Smartphones wurden von den Findern angeschaltet
  • 89 Prozent wurden nach persönlichen Daten durchsucht
  • 83 Prozent wurden nach Firmendaten durchsucht
  • 72 Prozent der Finder haben sich für die gespeicherten Fotos interessiert
  • 70 Prozent wurden nach persönlichen Daten und Firmeninfos durchsucht
  • 60 Prozent der Finder interessierten sich für private Mails und soziale Netzwerke der Smartphone-Besitzer
  • 57% öffneten die Test-Datei „Saved Passwords“ („gespeicherte Passwörter“)
  • Die Datei „HR Salaries“ (Gehälter) wurde auf 53% der Smartphones geöffnet.
  • 50 Prozent der Geräte wurden von den Findern zurückgegeben, obwohl Symantec betont, dass auf jedem Gerät die Kontaktadresse des Besitzers deutlich gespeichert gewesen sei
  • Die App „Remote Admin“ (Fernsteuerung) wurde auf 49 Prozent ausgeführt.
  • Auf 45 Prozent der Smartphones wurden Firmenmails gelesen.
  • 43 Prozent der Finder riskierten einen Blick in die Online-Banking-App
  • Die Datei „HR Cases“ (Fälle aus der Personalabteilung) wurde auf 40% der Smartphones geöffnet.
Symantec hat eine durchschnittliche Zeit von rund 10 Stunden errechnet, die es brauchte, bis Zugriffe auf gefundene Smartphones erfolgten. Die Finder ließen sich im Schnitt fast eine Stunde Zeit für die Smartphone-Untersuchung.
Symantec empfiehlt daher Smartphone-Usern eine PIN-Sperre einzuschalten, dass nicht jeder auf Datensuche gehen kann. Außerdem sei eine Sicherheits-App wichtig, die etwa aus der Ferne private Daten löschen kann.
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