1841912

Jeder Dritte bekommt falsche Bank-Mails

17.10.2013 | 16:17 Uhr |

Mehr als 30 Prozent der Deutschen haben bereits Mails mit gefälschten Absenderangaben erhalten, in denen Zugangsdaten für das Online-Banking oder andere Dienste abgefragt werden. Damit liegt Deutschland im weltweiten Schnitt.

Online-Kriminelle interessieren sich für alles, mit dem sich Geld ergaunern lässt. Der vermeintlich leichteste Weg führt direkt über das Bankkonto der Opfer. Seit Jahren verbessert die Online-Kriminalität ihre Fertigkeiten, um potenzielle Opfer dazu zu bringen ihre Zugangsdaten für das Online-Banking preiszugeben. Inzwischen findet man immer häufiger Phishing-Mails in nahezu fehlerfreiem Deutsch im Postfach.

Eine weltweite Umfrage im Auftrag des Sicherheitsunternehmens Kaspersky Labs hat ergeben, dass durchschnittlich etwa 30 Prozent der Befragten bereits Phishing-Mails erhalten haben, die vorgeblich von einer Bank stammen. In Europa sind es sogar 38 Prozent, in Deutschland 31 Prozent. Ebenfalls für Online-Kriminelle interessant sind Kundenkonten bei Online-Shops sowie Benutzerkonten in sozialen Netzwerken. Derartige Phishing-Mails haben 23 Prozent der befragten Deutschen und 24 Prozent der Europäer erhalten, weltweit sind es 22 Prozent.

Phishing-Mail der Sparkasse
Vergrößern Phishing-Mail der Sparkasse

Doch wie erfolgreich sind die Phisher? Weltweit geben sechs Prozent der Befragten an, dass sie bereits Kontodaten an Mail-Versender verraten haben. In Europa ist man ein wenig vorsichtiger, hier sind es nur fünf Prozent, in Deutschland mit vier Prozent noch etwas weniger. Diese niedrig erscheinende Erfolgsquote ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass die Phisher meist nicht wissen, bei welcher Bank die Adressaten Kunde sind. Sie verschießen folglich ihre Köder mit der Schrotflinte ins Blaue. Gemessen daran sind fünf Prozent gar nicht so wenig. Zudem kommt bei Millionen verschickter Phishing-Mails eine recht hohe Zahl Betroffener heraus.

Zum Schutz vor derartigen Angriffen auf Konto und Geldbeutel sollten Sie neben technischen Maßnahmen wie Spam-Filter auch den gesunden Menschenverstand einbeziehen. Gehen Sie grundsätzlich davon aus, dass Ihre Bank Sie nicht wegen einer Sicherheitsüberprüfung per Mail auffordern wird, ihre Zugangsdaten zu verifizieren. Wenn es um etwas so Wichtiges geht, schreiben die meisten Banken auch heute noch Briefe – auf Papier.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1841912