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Jeder Neunte kauft bei Spammern

13.07.2005 | 14:31 Uhr |

Eine Studie belegt, dass immer noch zu viele auf Spam-Mails herein fallen und die Links anklicken.

Die Ergebnisse einer Umfrage, die von der Mail-Sicherheitsfirma Mirapoint und dem Marktforschungsunternehmen Radicati Group durchgeführt wurde, zeichnen ein für Anti-Spam-Aktivisten wohl frustrierendes Bild: Viele der 800 befragten PC-Benutzer öffnen immer noch Spam-Mails, klicken auf enthaltene Links und kaufen teilweise sogar bei Spammern ein.

Die Teilnehmer der US-Studie sind zu zwei Dritteln private Computer-Nutzer und zu einem Drittel Unternehmens-Anwender. Sie wurden im März und April dieses Jahres nach ihrem Umgang mit Werbe-Mails befragt.

Die nun vorgestellten Resultate der Umfrage zeigen, dass immerhin 39 Prozent der Befragten auf Links in Spam-Mails klicken, wobei "remove me" Links nicht mitgerechnet sind. Innerhalb dieser Gruppe sind es dann 57 Prozent, die angeben, sie hätten danach mehr Spam erhalten als vorher.

Wer sich fragt, warum es immer noch Spam-Mails gibt, erhält die Antwort ebenfalls aus den Ergebnissen der Studie: Elf Prozent der Befragten haben schon mindestens einmal bei Spammern gekauft und neun Prozent haben Geld verloren, weil sie dabei auf betrügerische Machenschaften herein gefallen sind.

Marcel Nienhuis von Radicati meint, Spam würde wohl verschwinden, sobald die Leute aufhörten bei Spammern zu kaufen. Wenn die Versprechen in einer Werbe-Mail zu schön erschienen um wahr zu sein, dann sei das auch so. Wer Links in Spam-Mails öffnet, verrät den Versendern, dass seine Mail-Adresse gültig ist und die Mails auch gelesen werden. Die Folge ist, dass noch mehr Spam an diese Adresse geschickt wird. Zudem kann man sich auf den Web-Seiten der Spammer unter Umständen Adware, Spyware oder Trojanische Pferde einfangen.

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