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Jede zehnte Spam-Mail hat einen Schädling im Gepäck

12.03.2015 | 16:48 Uhr |

Der Sicherheitsspezialist Kaspersky berichtet über das Spam-Aufkommen des letzten Jahres. Es gibt dabei nicht nur schlechte Nachrichten.

Der Spam-Anteil am Mailverkehr war im Jahr 2014 leicht rückläufig. Das geben die Kaspersky Labs in ihrem Blog bekannt. 66,8 Prozent aller im Jahr 2014 versendeten E-Mails waren Spam. Das ist ein Rückgang von 2,8 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Abgenommen hat vor allem die Zahl ungefährlicher Werbe-Mails. Das ist die guten Nachricht. Gefährlich bleiben aber immer noch genug Spam-Nachrichten.

So richten sich im Jahr 2014 Phishing-Angriffe nun häufiger gegen die Kunden von Online-Dienstleistern wie Yahoo, Facebook oder Google. E-Mails mit Schadprogrammen im Anhang zielen weiter auf die Finanzen der Nutzer. Insgesamt hat rund jede zehnte Mail einen Virus als Dateianhang.

Betrachtet man die Herkunftsländer, so kommt 2014 jede sechste Spam-Mail aus den USA (16,7 Prozent). Deutschland hat mit vier Prozent aller Spam-Mails seinen Anteil am Spam-Aufkommen mehr als verdoppelt und ist damit die fünfgrößte Spam-Quelle weltweit.

Aus diesen Ländern kommen die Spam-Mails
Vergrößern Aus diesen Ländern kommen die Spam-Mails
© http://www.kaspersky.com/de/

Ein Trend aus dem Jahr 2014: Mobile-Spam

Immer mehr E-Mails geben vor, von einem Smartphone aus versendet worden zu sein. Entsprechend enthalten sie neben der typischen Signatur wie zum Beispiel „Von meinem iPhone gesendet“ und ihrem schädlichen Anhang oder Link nur sehr wenig bis gar keinen Text. Mit zunehmender Nutzung mobiler Geräte setzen Cyberkriminelle verstärkt auf gefälschte Benachrichtigungen von populären mobilen Kommunikationsplattformen wie WhatsApp oder Viper. In diesen E-Mails wird auf vermeintliche Bilder oder Sprachaufzeichnungen, die die Anwender über diese Dienste erhalten haben sollen, verwiesen.

Deutschland unter den Hauptangriffsländern

Bereits im vierten Jahr in Folge stehen bei den E-Mails mit schadhaften Programmen jene an der Spitze, die auf den Diebstahl vertraulicher Zugangsdaten ausgelegt sind. In erster Linie geht es dabei um die Anmeldedaten zu Online-Banking, Online-Shopping oder für Bezahlsysteme.

Zielscheibe der Attacken sind nach den Messungen von Kaspersky Lab vor allem Anwender in den USA (9,8 Prozent), Großbritannien (9,6 Prozent) und Deutschland (9,2 Prozent). An der Spitze der Schadprogramme steht mit 3,2 Prozent erneut der Trojaner „Trojan-Spy.HTML.Fraud.gen“.

Das sind die häufigsten Schädlinge in einer Mail.
Vergrößern Das sind die häufigsten Schädlinge in einer Mail.
© http://www.kaspersky.com/de/

Top-Phishing-Ziele: Nutzer von Yahoo, Facebook und Google

Banken, Online-Shops und Bezahldienste gehören mit 28,8 Prozent auch zu den beliebtesten Zielscheiben bei den Phishing-Versuchen. Stark gestiegen (plus 19,3 Prozent) sind im Jahr 2014 die Angriffe auf die Portale der Anbieter populärer Online-Dienste. Sie machen mit 42,6 Prozent den Löwenanteil der Phishing-Attacken aus. Besonders betroffen sind Yahoo (23,3 Prozent), Facebook (10,0 Prozent) und Google (8,7 Prozent). Zielscheibe von Phishing-Angriffen waren vor allem Anwender in Russland (17,3 Prozent), jedoch liegt Deutschland mit 4,1 Prozent ebenfalls auf einem vorderen sechsten Platz.

Eine typische Phishing-Mail, die auf Amazon-Kunden abzielt
Vergrößern Eine typische Phishing-Mail, die auf Amazon-Kunden abzielt
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