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Jede dritte Mail enthält Werbung

12.03.2002 | 10:11 Uhr |

Die Werbebranche entdeckt immer mehr die Mail als Werbemittel. Im Dezember 2001 fanden deutsche Surfer durchschnittlich 31,9 Mails in ihrem virtuellen Briefkasten. Davon waren 21,9 privater Natur und zehn Werbesendungen. Insgesamt wurden in dieser Zeit 78 Millionen MarketinGoogle-Mails an rund 5,9 Millionen Internet-Nutzer versandt.

Die Werbebranche entdeckt immer mehr die Mail als Werbemittel. Im Dezember 2001 fanden deutsche Surfer durchschnittlich 31,9 Mails in ihrem virtuellen Briefkasten. Davon waren 21,9 privater Natur und zehn Werbesendungen. Insgesamt wurden in dieser Zeit 78 Millionen MarketinGoogle-Mails an rund 5,9 Millionen Internet-Nutzer versandt, wie unser Schwestermagazin Computerwoche berichtet.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Net Value. Die meisten Werbe-Mails wurden dabei von den Portalanbietern versandt: 21 Prozent der 5,9 Millionen POP3- und SMTP-Nutzer in Deutschland erhielten im Dezember 2001 Post von einem Internet-Portal-Betreiber.

Stimmt der Internet-Benutzer den Werbemails vor Erhalt zu, ist gegen diese Art des Marketings nichts zu sagen. Richtig lästig werden Werbemails, wenn sie ohne Billigung des betroffenen Empfängers zugestellt werden. Solche nervtötende Post heißt Spam und kann das eigene Postfach regelrecht zumüllen. Internet-Freaks, die ihre Mailadresse leichtfertig im Internet veröffentlichen, sehen sich meist sehr schnell mit derartiger Werbung konfrontiert.

Mittlerweile scheinen aber auch die politischen Entscheidungsträger auf die riesigen Mengen unerwünschter Werbe-Mails zu reagieren. Unerwünschte Werbung per Mail, Fax oder Telefon soll künftig verboten sein. Darauf einigte sich Ende letzten Jahres der EU-Telekommunikationsrat am Donnerstag in Brüssel (PC-WELT berichtete).

US-Behörden bitten Spam-Mail-Versender zur Kasse (PC-WELT Online, 14.02.2002)

Mail-Werbung soll künftig verboten sein (PC-WELT Online, 06.12.2001)

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