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Java und C sind unverzichtbar - Programmiersprachen-Ranking

01.04.2016 | 15:44 Uhr |

Die wichtigsten Programmiersprachen waren und sind Java und C, gefolgt von C++, C# und Python sowie PHP. Die aktuellen Zahlen des Tiobe-Index.

Frei nach Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ hat sich auch bei den Top-Platzierungen der Programmiersprachen im Tiobe-Index nichts geändert: Java liegt wie gehabt auf Platz 1 und der Veteran C konnte unangefochten Platz 2 behaupten. Beide Sprachen halten den Rest der Programmiersprachen auf Abstand. C++ hechelt mit deutlichem Abstand auf Platz 3 hinterher. Auf den Plätzen 4 und 5 folgen C# und Python.

PHP behauptet sich auf Platz 6. Danach kommen VB.net (Platz 7), Javascript (Platz 8), "Dinosaurier" Perl (Platz 9) und der starke Aufsteiger Ruby (Platz 10).

Swift, Apples neue Programmiersprache, liegt mittlerweile auf Platz 14 und hat damit Objective-C überholt, das mit über fünf Prozent Verlust auf Platz 15 gerutscht ist. Apple selbst war es, das Objective-C durch Swift zum Auslaufmodell machte.

Bewährte Klassiker dominieren

Auch wenn es im Detail kleine Verschiebungen bei den Platzierungen geben kann – so hat Java C als wichtigste Programmiersprache bereits Mitte 2015 abgelöst - und Neulinge wie Swift sich langsam nach oben arbeiten, so behaupten doch die Klassiker seit Jahren ihre Top-Positionen und widersetzen sich jedem Trend.

Ohne Java, C (beim hardware-nahen Programmieren), C++ und PHP (in der Webseiten-Programmierung) geht nichts oder nur wenig. Die Beliebtheit von Java liegt vor allem darin begründet, dass Java für Backend-Anwendungen im Unternehmensbereich weit verbreitet ist. Außerdem profitiert Java vom Android-Boom.

Ein Hauptgrund für die nach wie vor große Verbreitung von C dürfte sicherlich sein, dass Embedded -ysteme in immer weitere Bereiche unseres Alltags vordringen und in immer mehr Alltagsgeräten Computerlogik verbaut ist (Autos, Smart Home, Roboter, Automaten). Da C die Programmiersprache schlechthin für den Embedded-Bereich und für die maschinen-nahe Programmierung ist (von Assembler einmal abgesehen), muss immer mehr Code in C erstellt werden.

C und Python dürften wohl auch vom Bastel-Trend der letzten Jahre – Stichworte: Arduino und Raspberry Pi – profitieren. So erstellt die Processing-IDE von Arduino zwar formal C++-Code, doch die Befehle, die der Arduino-Nutzer tatsächlich in die Entwicklungsumgebung hackt, sind ein vereinfachtes C. Ergänzend kann man Arduino auch in klassischem C programmieren – dafür gibt es von Atmel die entsprechenden Referenzen und Tools. Mittlerweile gibt es sogar Bücher, die den Einstieg in C anhand von Arduino lehren. Und ein Teil der Bibliotheken von Arduino ist ebenso in C wie in C++ geschrieben.

Der Tiobe-Index

Der Tiobe-Index wertet die Beliebtheit beziehungsweise die Nachfrage nach Programmiersprachen im Internet aus, indem er unter anderem Suchanfragen und Einträge bei Google, Bing, Yahoo, Wikipedia, Amazon, Youtube und Baidu analysiert. Der Index wird monatlich neu erstellt. Der Index sagt nichts über die Qualität einer Programmiersprache und auch nichts über die Menge der weltweit vorhandenen Codezeilen aus.

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