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Oracle verklagt Google auf 6,1 Mrd. US-Dollar

18.06.2011 | 14:31 Uhr |

Im Rahmen eines Urheberrechtsstreits fordert der US-amerikanische Software-Entwickler Oracle 6,1 Milliarden US-Dollar von Google.

Im vergangenen Jahr hat Oracle bei einem US-Gericht Klage gegen Suchmaschinen-Riese Google eingereicht. Heute wurden die Gerichtsunterlagen veröffentlicht, welche neue Details zum Rechtsstreit preisgeben. Demnach fordert Oracle eine Schadenersatz-Summe in Höhe von 6,1 Milliarden US-Dollar (rund 4,3 Milliarden Euro) von Google. Wie das Unternehmen zu Protokoll gab, stehe die „atemberaubende“ Summe in keinem Verhältnis zur umstrittenen Urheberrechtsverletzung.

In dem Rechtsstreit zwischen Oracle und Google geht es um die Implementierung von Java-Elementen in Googles mobilem Betriebssystem Android. So heißt es in der Anklageschrift, dass Google bei der Entwicklung von Android wissentlich Urheberrechte von Java verletzt habe. Die Patente an der Software gingen im vergangenen Jahr mit der Übernahme von Sun Microsystem s an den SAP-Konkurrenten Oracle über.

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Bei Googles Android kommt die Virtualisierungs-Anwendung Dalvik zum Einsatz. Die Software kann fertige Programme, die im Java-Format geschrieben wurden, in ein eigenes Format konvertieren, welches wiederum von Android-Geräten ausgeführt werden kann. Oracle gibt in der Anklageschrift zu Protokoll, dass bei dieser Anwendung Java-Patente verletzt wurden.

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Um den Rechtsstreit für sich zu entscheiden, zog Google im vergangenen Jahr sogar den Java-Erfinder James Gosling auf seine Seite. Laut dem Suchmaschinen-Betreiber beruhe die Schadenersatz-Forderung von 6,1 Milliarden US-Dollar auf rechtlichen Fehlern.

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