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Japan testet biometrisches Check-in-Verfahren

06.11.2002 | 12:11 Uhr |

Zwischen Mitte Januar und März 2003 soll am Flughafen "Narita" in Tokio ein neues Check-in-Verfahren getestet werden. Mit Hilfe von speziellen Chips und biometrischen Merkmalen sollen Wartezeiten für Passagiere verkürzt und die Sicherheit erhöht werden.

Zwischen Mitte Januar und März 2003 soll am Flughafen "Narita" in Tokio ein neues Check-in-Verfahren getestet werden. Mit Hilfe von speziellen Chips und biometrischen Merkmalen sollen Wartezeiten für Passagiere verkürzt und die Sicherheit erhöht werden. Die teilte der japanische Minister für Land, Infrastruktur und Transportwesen mit.

Der Test ist Teil der so genannten "E-Airport Initiative", die die japanische Regierung im Juni 2001 ankündigte und deren internationale Flughäfen in die weltweit technologisch fortgeschrittensten verwandeln soll. An der Initiative sind NTT Docomo, Japan Airlines Systems und die New Tokio International Airport Authority beteiligt. Für den Feldversuch werden 1000 Vielflieger der Japan Airlines ausgewählt, die häufig ins Ausland fliegen.

Die Teilnehmer müssen im Vorfeld ihre Passdaten, Daten zur Gesichtserkennung sowie Daten der Iris registrieren lassen. Die Passdaten werden auf einem IC-Chip (Integrated Circuit) gespeichert, der entweder an einem Handy-Gurt (einem in Japan beliebten Accessoire) befestigt werden kann oder auf einer Chip-Karte mit sich geführt wird.

Beim Check-in werden die Daten auf dem Chip per Funk abgefragt und eine automatische Gesichtskontrolle durchgeführt um sicherzustellen, dass der Passagier den Daten auf dem Chip entspricht. Nach dieser Authentifizierung erstellt ein Check-in-Terminal eine Bordkarte und der Passagier kann zum Security Gate gehen.

Bevor er in den Sicherheitsbereich des Terminals gelangt, wird erneut der IC-Chip in Verbindung mit den Iris-Daten überprüft. Erst nach positiver Prüfung darf der Passagier in den Sicherheitsbereich.

Beim Boarding Gate werden erneut der Chip und die Iris-Daten überprüft, danach kann die Person in das Flugzeug. In der Regel sollen Passagiere, die dieses Verfahren nutzen, früher in die Maschine dürfen, als "normale" Passagiere.

Sollte der Versuch positiv verlaufen, könnte sich die Check-in-Zeit künftig um die Hälfte reduzieren, da das überprüfen der Pässe entfallen würde. Zusätzlich würde die Sicherheit steigen, da Passagiere eindeutig identifiziert werden können.

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