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Japan: RFID ersetzt Schminkspiegel

13.02.2006 | 12:09 Uhr |

Ist Frau auf der Suche nach einem neuen Make-up, müssen interessante Produkte zunächst ausgiebig gestestet werden. Ein Testanstrich soll zeigen, ob die gewählte Farbe auch zum Gesicht passt. Dies kann mitunter eine Zeit- und Taschentuchraubende Aktion werden. Schneller geht es mit RFID.

Die Suche nach einem neuen Lippenstift kann sich zu einer wahren Odyssee entwickeln. Unzählige Farbnuancen stehen zur Wahl, doch nur wenige davon entsprechen dem Geschmack der Dame. Eine neue Entwicklung aus Japan könnte diese Suche künftig in wenigen Sekunden abwickeln - ganz ohne Schmiererei.

Das noch namenlose System basiert auf RFID und wurde von NTT Communications, dem Mode- und Make-up-Simulations-Hersteller Digital Fashion und der Einzelhandelskette Seijo entwickelt. Der Ablauf ist denkbar simpel: An Stelle eines beleuchteten Make-up-Spiegels tritt ein mit einer Kamera ausgestatteter Monitor. Die Kamera erfasst dann das Gesicht der Kundin (oder auch des Herren, je nach Geschmack) und stellt es am Bildschirm dar.

Alles was die Kunden dann noch tun müssen, ist, das gewünschte Make-up vor den Monitor zu legen. Anhand des jeweiligen RFID-Chips erkennt das System, um welches Produkt es sich handelt. Die Gesichtserkennungs-Technologie im System ändert dann das Bild des Anwenders ab und färbt beispielsweise die Lippen in dem Farbton des ausgewählten Lippenstifts. Bei einer Demonstration der Technik dauerte der gesamte Vorgang etwa eine Sekunde. Daneben präsentiert das System auch Vorschläge, welche anderen Make-up-Produkte gut dazu passen würden. Erste Demostationen sollen im Lauf dieses Monats in Betrieb gehen.

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