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Jabber-Entwickler werkelt an MicroID fürs Netz

28.03.2006 | 12:52 Uhr |

In den späten 90iger Jahren sorgte Jeremie Miller für das technologische Fundament, das hinter dem bekannten Jabber steckt, einer Alternative zu Diensten wie AIM oder etwa ICQ. Momentan sitzt der Entwickler an einer Software, die im Bereich Online-Identität anzusiedeln ist.

Der Kopf hinter der Instant Messaging-Software Jabber, Jeremie Miller, hat am Wochenende Infos zu einem Projekt namens MicroID veröffentlicht: Nutzer sollen ein Mittel an die Hand bekommen, damit sie verlässlich nachweisen können, dass sie die Autoren von Blog-Einträgen und Web-Seiten sind.

MicroID ist ein einfaches Tool, wie Miller betont, und noch kein vollständiges Identitäts-System wie das " Liberty Alliance"-Project . "Es ist eine sehr sehr einfache Lösung“, erklärt Miller. "Der aufregendste Aspekt ist, dass es Endnutzern absolute Kontrolle bietet, während es Rechte und Privatsphäre vollständig bewahrt."

Das derzeit noch in der Entwicklungsphase befindliche Tool nutzt einen speziellen Algorithmus, um eine einzigartige Nummer zu schaffen, die MicroID, die dann mit Web-Inhalten verbunden wird. "Man kann Content, Web-Auftritte und einzelne Seiten mit einer MicroID versehen", so Miller in einem Posting. "Dann können diese unabhängig verifiziert und sogar mit Inhalten von Drittanbietern vereinigt werden."

Für Miller ebenfalls wichtig ist die dezentrale Ausrichtung von MicroID. Das heißt es soll keine von nur einer Gruppe kontrollierte Datenbank mit MicroID-Informationen geben. Der Grund dafür: Die Sorge über eine solche, zentral geführte Datenbank gab mit den Ausschlag dafür, dass Microsoft Passport nicht der vorgesehene Durchbruch gelang. Weiter Informationen zu MicroID finden Sie auch auf dieser Website: http://microid.org .

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