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Isuppli: iPhone wird ein gutes Geschäft für Apple

19.01.2007 | 12:05 Uhr |

Die Analysten von Isuppli haben untersucht, was Apple die Herstellung eines iPhones kosten dürfte. Demnach wäre das neue Handy ein Bombengeschäft für den Konzern, mit Margen von über 50 Prozent. Reichlich Platz also, noch an der Preisschraube zu drehen.

Die Marktforscher von Isuppli untersuchen bei neuen Produkten häufig, wie viel die Herstellung - also die Einzelteile plus Zusammenbau - kostet. Nun haben sich die Analysten Apples iPhone vorgenommen.

Demnach kostet die Herstellung der 4-GB-Version 229,85 US-Dollar, verkauft werden soll das Gerät für 499 US-Dollar, was eine Marge von knapp 51 Prozent bedeuten würde. Noch besser sieht es laut Isuppli beim 8-GB-Modell aus: So soll dieses in der Herstellung 264,85 US-Dollar kosten, der Verkaufspreis liegt bei 599 US-Dollar - 53,1 Prozent Marge.

In diesem Zusammenhang muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass Isuppli noch kein Gerät vorliegen hatte, die Herstellungskosten wurden auf Grund der von Apple angekündigten Funktionen des iPhones geschätzt. Die Analysten sind aber davon überzeugt, dass ihre Einschätzung sehr dicht an den tatsächlichen Kosten liegt.

Einen anderen Punkt haben die Isuppli-Spezieliasten offenbar übersehen: So gelten die von Apple genannten Verkaufspreise für das iPhone nur bei gleichzeitigem Abschluss eines zweijährigen Handy-Vertrags bei Cingular, das das iPhone in den USA exklusiv vertreiben wird. Normalerweise werden bei Abschluss eines Vertrages Handys durch die Mobilfunkfirmen teils kräftig subventioniert. Sollte dies auch beim iPhone der Fall sein, wäre die Marge für Apple noch höher. Andererseits wäre aber auch vorstellbar, dass Cingular das iPhone nicht subventioniert, was auch den hohen Preis erklären würde. Cingular hätte in diesem Fall ein exklusives und eventuell zugkräftiges Exklusiv-Handy im Portfolio und Apple einen Anbieter, der das iPhone in den Markt drückt.

Geht die Massenproduktion des iPhones erst richtig los, hätte Apple laut Isuppli dann die Wahl zwischen höheren Profiten oder Preisreduktionen. Denn je mehr Handys produziert werden, desto günstiger werden die einzelnen Bauteile. Angesichts dieser geschätzten Margen wäre es auch durchaus denkbar, dass Apple noch vor dem Start des iPhone ein wenig an der Preisschraube dreht, um das Produkt attraktiver zu machen. Und Attraktivität ist auch nötig: Immerhin muss sich das iPhone gegen eine Vielzahl in diesem Jahr neu erscheinender Handys durchsetzen, die ebenfalls die Möglichkeit haben, Musikdateien abzuspielen.

Apple revolutioniert das Handy: Herzlich Willkommen, iPhone! (PC-WELT Online, 10.01.2007)

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