1671328

Ist Kim Dotcoms Mega-Plattform doch nicht so sicher wie versprochen?

23.01.2013 | 17:01 Uhr |

Mit seiner neuen File-Sharing-Plattform Mega startete der ehemalige Megaupload-Betreiber Kim „Dotcom“ Schmitz am vergangenen Wochenende wieder durch. Mega scheint laut Experten jedoch nicht so sicher zu sein, wie von dem Internet-Millionär versprochen.

Nach der Schließung von Megaupload durch die US-Behörden im Januar 2012 startete Geschäftsmann Kim Dotcom am vergangenen Wochenende mit einer großen Show auf seinem Anwesen in Neuseeland eine neue Filesharing-Plattform. Mega scheint jedoch laut Experten nicht so sicher zu sein, wie vom Betreiber prophezeit.

So versprach Dotcom mit einer neuen Verschlüsselungsmethode, den Schutz der Nutzer-Daten vor den Blicken der Behörden. Der Schlüssel dafür wird jedoch auf den Mega-Servern abgelegt. Gelingt es beispielsweise einem Hacker, in diese Server einzudringen, könnte er auch die Dateien der Mega-Nutzer entschlüsseln und einsehen. Laut dem IT-Magazin Ars Technica sei auch die Verschlüsselungmethode an sich nicht in jedem Fall sicher. So werde bei der Erstellung des Schlüssels auch das Mega-Zugangspasswort des Nutzers verwendet. Fällt dieses zu einfach aus, ist auch die Datei-Verschlüsselung einfacher zu knacken. Auf diesen wichtigen Umstand weisen die Betreiber ihre Mitglieder jedoch nicht hin.

Kim Schmitz jubelt via Twitter - und entschuldigt sich

Während Mega für die Haupt-Verschlüsselung von Inhalten einen RSA-2048-Bit-Code nutzt, kommen bei einigen Nebenaufgaben auf den Servern laut Ars Technica schwächere Codes zum Einsatz, die die Sicherheit der Nutzer ebenfalls gefährden könnten. Mega-Betreiber Dotcom zeigt sich offen für Kritik und fordert Sicherheitsexperten auf, seine neue Plattform gründlich zu durchleuchten und auf Lücken zu prüfen. Hackern, denen es gelingt, in die Server einzudringen, winkt laut Dotcom sogar ein Preis.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1671328