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Ist Anonymous tot?

23.08.2013 | 10:23 Uhr |

Das FBI hat in den vergangenen Monaten mehrere Führungspersönlichkeiten der Hacktivisten-Gruppe Anonymous verhaftet und will damit zur Destabilisierung des Kollektivs beigetragen haben.

In den vergangenen Monaten wurde es verdächtig ruhig um die Hacktivisten-Gruppe Anonymous. Im Namen des Kollektivs wurden zwar noch einige Hacker-Angriffe verübt, die Qualität sowie die Bedeutung der Ziele hat jedoch deutlich abgenommen. Dieser Umstand ist laut dem FBI auf die Verhaftung mehrerer Führungspersönlichkeiten zurückzuführen.

Anonymous trat Ende 2010 mit Angriffen auf US-Unternehmen und Regierungsagenturen in Erscheinung. Wie Austin P. Berglas, einer der Verantwortlichen für die Cyber-Abteilung des FBI in New York, gegenüber der Huffington Post erklärt, habe vor allem die Festnahme von fünf LulzSec-Mitglieder auch bei Anonymous zu einer Destabilisierung geführt. Zur Festnahme der LulzSec-Mitglieder hatte der Informant Hector Monsegur alias „Sabu“ beigetragen. Nach seiner Verhaftung beschloss er, mit den Behörden zu kooperieren.

Anonymous will DDoS-Attacken legalisieren

Anonymous existiere laut Berglas zwar noch, Attacken im Ausmaß der Angriffe Ende 2010 gebe es jedoch nicht mehr. Obwohl die Gruppe stets behauptet hatte, über keine zentrale Führung zu verfügen, scheint sie die Verhaftung der Schlüsselfiguren in den vergangenen Monaten schwer getroffen zu haben. Laut Gabriella Coleman, Professorin an der McGill University, sei Anonymous aber sehr wohl noch am Leben. Die Gruppe könnte Coleman zufolge jederzeit zu alter Stärke zurückfinden.

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