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Ist Ihr Kopierer sicher?

14.11.2005 | 15:33 Uhr |

Werden mit dem Netzwerk verbundene Kopierer die nächste Zielscheibe von Datendieben?

Moderne Kopiergeräte stehen nicht mehr isoliert auf dem Flur oder in einer dunklen Ecke. Sie sind mit dem Netzwerk verbunden, dienen zugleich als Drucker und enthalten einen Computer mit eigenen Betriebssystem. Jim Joyce, Vizepräsident von Xerox Global Services , sieht solche Geräte daher als potenzielles Ziel von Datendieben.

Auf einer Konferenz für Bürolösungen und Dokumenten-Management in Boston, Massachussetts, argumentiert Joyce, Kopiergeräte mit Netzwerkanschluss verfügten über große Festplatten sowie reichlich Arbeitsspeicher und könnten sogar mehrere Betriebssysteme beherbergen. Dadurch könnten Sicherheitslücken entstehen, wenn man sich dieser Problematik nicht annähme.

Dabei geht es weniger um die Verbreitung von Viren und Würmern auf und über Kopierer und andere Netzwerkgeräte. Vielmehr könnten Datendiebe Schwachstellen in der Sicherheit solcher Geräte ausnutzen, um an Informationen und Dokumente zu gelangen, auf die sie anders keinen Zugriff erhalten können. Gelingt es spezielle Trojanische Pferde auf solchen Geräten zu installieren, könnten prinzipiell von allen darüber laufenden Dokumenten heimlich digitale Kopien angefertigt werden.

Bislang sind noch keine derartigen Fälle bekannt geworden, das Palo Alto Research Center (PARC) von Xerox beschäftigt sich jedoch mit dieser Möglichkeit und mit geeigneten Schutzmaßnahmen. Richtig interessant dürfte diese Art von Spionage jedoch erst dann werden, wenn die Computer selbst so gut abgesichert sind, dass darüber kein Datenklau mehr möglich ist. Realistisch betrachtet ist es bis dahin noch ein weiter Weg.

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