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Island will alle Internet-Pornos blockieren

14.02.2013 | 12:55 Uhr |

In Island soll das Internet Porno-frei werden - zum Schutz der Kinder und für die Rechte von Frauen. Das sagen zumindest der Innenminister und seine Unterstützer.

Island könnte die erste westliche Demokratie werden, die alle Internetpornos blockt, berichtet dailymail.co.uk . Begründet liegt das Vorhaben in der Angst vor den Schäden, welche der Porno-Konsum bei Kindern anrichten könnte. Darum soll sich Innenminister Ögmundur Jónasson derzeit zusammen mit mehreren Arbeitsgruppen Gedanken machen, wie man am besten alle Bilder und Videos pornographischen Inhalts von Computern, Spielekonsolen und Smartphones verbannen könne. Im Gespräch seien etwa Sperren von IP-Adressen. Und das Verbot, mit isländischen Kreditkarten Zugang zu Porno-Seiten zu bezahlen. Ein Gesetz, dass die Verbeitung von Pornographie in gedruckten Medien untersagt, gebe es schon längst im Land, so dailymail.co.uk. Aber das Internet sei davon bislang nicht betroffen gewesen. Vor zwei Jahren bereits habe außerdem das Parlament - unter der Leitung der Premierministerin Jóhanna Sigurðardótti - alle Strip Clubs im Land schließen lassen.

Die Befürworter der Pläne, Pornos zu verbieten, nennen nicht nur den schädlichen Einfluss auf Kinder als Grund. Es werden auch die Rechte der Darstellerinnen verletzt. Und nicht zuletzt würden sexuelle Übergriffe immer aggressiver, weil es kostenlos Pornos im Netz gebe, heißt es. Außerdem habe man herausgefunden, dass Porno-guckende Kinder ähnliche Traumata entwickeln wie missbrauchte Kinder.

Als Zensur betrachtet Jónasson die Porno-Blockade aber nicht. Er stellt den Schutz der Kinder in den Mittelpunkt.

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