16.09.2011, 19:04

Denise Bergert

Irreführung

Wütender Aktionär verklagt HP

©HP

Mit Richard Gammel hat heute ein Aktionär Klage gegen den Elektronik-Hersteller Hewlett-Packard (HP) eingereicht. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe falsche Angaben zum Zustand seiner PC-Sparte gemacht.
Fast vier Wochen nach der Ankündigung von HP, sich von seiner hauseigenen PC-Sparte trennen zu wollen, hat ein Aktionär heute Klage bei einem kalifornischen Gericht eingereicht. Anleger Richard Gammel wirft Finanzchefin Catherine Lesjak und dem Vorstandschef Léo Apotheker vor, den HP-Aktienkurs durch falsche Angaben mutwillig in die Höhe getrieben zu haben. Zudem habe der Konzern seine Anleger über das Potenzial des Smartphone-Geschäfts mit webOS-Geräten im Dunkeln gelassen.

Gammels Klage richtet sich weiterhin gegen die Kehrtwende des Unternehmens, das Mitte August die Trennung von seiner Handy-Sparte angekündigt hatte. Die rechtlichen Schritte des Aktionärs fungieren außerdem als Sammelklage und beziehen alle Anteilseigner mit ein, die im Zeitraum vom 22. November 2010 bis 18. August 2011 HP-Aktien erworben haben.
HP stellte mit seinem Strategie-Wechsel zudem die Produktion des Tablet-PCs TouchPad ein, dessen letzte Kontingente im vergangenen Monat zu Schleuderpreisen auf dem europäischen und US-amerikanischen Markt landeten. Das Gerät war teilweise schon für 99 Euro zu haben und innerhalb weniger Tage vergriffen. Den finalen Ausverkauf startete notebooksbilliger.de vor zwei Wochen per Los über das Social Network Facebook.
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