97732

Irak: US-Armee macht Jagd auf Gewalttäter - mit Lärm

04.03.2004 | 11:47 Uhr |

Die US-Truppen im Irak erfreuen sich nicht gerade überschwänglicher Beliebtheit. Gegen die USA gerichtete Demonstrationen sind an der Tagesordnung. Dabei kommt es oft zu gewalttätigen Ausschreitungen. Darauf haben die US-Sicherheitskräfte jetzt reagiert: Künftig machen sie mit einer "Lärm-Kanone" Jagd auf gewaltbereite Personen.

Die US-Truppen im Irak erfreuen sich nicht gerade überschwänglicher Beliebtheit. Gegen die USA gerichtete Demonstrationen sind an der Tagesordnung. Dabei kommt es oft zu gewalttätigen Ausschreitungen. Darauf haben die US-Sicherheitskräfte jetzt reagiert: Künftig machen sie mit einer "Lärm-Kanone" Jagd auf gewaltbereite Personen.

Mit dem "Long Range Acoustic Device" (übersetzt in etwa mit "Schall-Gerät mit hoher Reichweite", abgekürzt "LRAD") sollen amerikanischen Soldaten tobende und gewaltbereite Versammlungen auflösen können, ohne von Schusswaffen Gebrauch machen zu müssen. Wirkungsvoll, ohne Blutvergießen und zugleich deeskalierend.

Die neue Wunderwaffe der US-Armee soll einen ohrenbetäubenden Lärm erzeugen. Allerdings nicht wahllos in alle Richtung - dann würden ja auch die GIs vom Lärm zu Boden geworfen - sondern zielgenau auf einen bestimmten Punkt hin. Ein exakte "Lärm-Kanone" also.

Die Entwicklung der Lärm-Kanone geht zurück auf das Jahr 2000. Nachdem muslimische Fanatiker damals im Jemen mit einem Boot einen Anschlag auf das US-Kriegsschiff Cole verübt hatten, ließ das amerikanische Verteidigungsministerium ein Instrument entwickeln, um solche Boote von US-Kriegsschiffen fernzuhalten. Seit Sommer 2003 setzt die US-Marine solche Lärm-Kanonen auf einigen ihrer Schiffe ein.

0 Kommentare zu diesem Artikel
97732