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Iona vereint SOA-Registry und Repository in einem Produkt

26.03.2007 | 11:20 Uhr |

Der irische Softwareanbieter erweitert sein Portfolio um ein zentrales Verwaltungswerkzeug für Service-orientierte Architekturen.

Mit dem "Artix Registry/Repository" sollen vor allem große Unternehmen mit heterogenen IT-Strukturen eine verteilte Servicelandschaft verwalten und steuern können. Das System vereint dazu Funktionen einer UDDI-konformen Registry mit einem Repository (UDDI = Universal Description, Discovery and Integration). Letzteres hält neben einem Verzeichnis installierter Services eine Reihe weiterer Informationen und Komponenten vor. Dazu gehören unter anderem Policies für den Betrieb der Servicemodule, Service Contracts, Artefakte zur Implementierung und Informationen über Abhängigkeiten zwischen Services.

Nutzer würden damit in die Lage versetzt, den gesamten SOA-Lebenszyklus zu managen, wirbt der Hersteller, vom Servicedesign über die Entwicklung und Installation bis hin zum Betrieb und einer möglichen Überarbeitung bereits bestehender Services. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten liefere das Registry/Repository eine ganzheitliche Sicht auf die Servicelandschaft, erklärte Ionas Chief Scientist Seán Baker. Dazu zählten auch detaillierte Angaben zur Konfiguration der Softwareservices samt den darunter liegenden Plattformen und Middleware-Systemen, ferner Informationen über Service Level Agreements (SLAs) und Quality of Service (QoS). Zum Lieferumfang gehört auch eine Eclipse-basierende Konsole, die einen Policy Editor umfasst und Beziehungen zwischen Service-Provider und -Consumer grafisch darstellen kann. Sie soll vor allem Architekten dazu dienen, das SOA-Netz zu visualisieren und die Verwaltung zu vereinfachen.

Das kombinierte Registry- Repository-System konkurriert unter anderem mit dem Produkt "Centrasite", das die Darmstädter Software AG mit ähnlichen Argumenten bewirbt. Iona ist im SOA-Markt vor allem mit seinem etablierten Enterprise Service Bus (ESB) Artix bekannt, der auch in der Open-Source-Variante Celtix verfügbar ist. Mit der Übernahme von C24 verstärkten die Iren erst kürzlich ihr Portfolio um Techniken für die Datenintegration. Mehr zum Thema Service-orientierte Architekturen finden Sie im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)

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