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Iona startet mit Celtix Enterprise

08.12.2006 | 11:47 Uhr |

Der modular aufgebaute Enterprise Service Bus soll eine schrittweise SOA-Einführung auf Open-Source-Basis erlauben.

"Führende Industrieunternehmen wenden sich zunehmend Open-Source-Techniken zu, um ihre fixen IT-Infrastrukturkosten zu senken und sich aus der Abhängigkeit von einzelnen Herstellern zu befreien", konstatierte Gartner-Analyst Yefim Natis. Vor diesem Hintergrund fand auch die Schaffung des quelloffenen Enterprise Service Bus (ESB) "Celtix" statt, dessen Version 1.0 bereits im Mai dieses Jahres vom Open-Source-Konsortium Objectweb veröffentlicht wurde. Das System basiert auf Techniken, die der irische Softwarehersteller Iona Technologies , Anbieter des kommerziellen ESB "Artix", dem Projekt übergeben und dessen weitere Entwicklung er maßgeblich mitbestimmt hat. Diese erste Generation eines Frameworks für koppelbare Softwareservices (Plug-in-Architektur) ist in erweiterter Form Bestandteil des jetzt von Iona vorgestellten Celtix Enterprise .

Technisch umfasst die modular aufgebaute und damit auch für den SOA-Start in kleineren Projekten geeignete Lösung das Service-Framework "Celtix Advanced Service Engine" sowie die Messaging-Infrastruktur "Celtix Advanced Messaging". Darüber hinaus stellt Iona im Rahmen von Celtix Enterprise die Interoperabilität der aus den einzelnen Projekten stammenden Techniken sicher und zertifiziert deren Integration. Hinzu kommen die entsprechenden Consulting-, Schulungs- und Support-Angebote.

Die Celtix Advanced Service Engine liefert ein Software-Framework, mit dem sich Web-Services entwickeln und einführen lassen. Im Kern beruht diese Lösungskomponente auf dem Code des Apache Incubator CXF, der aus den Projekten Celtix von Objectweb und Xfire von Codehaus hervorgegangen ist. Darüber hinaus bringt Celtix Enterprise den JAX-WS-Standard zum Einsatz, damit sich Java-Dienste leichter einbinden lassen ? dank einer automatischen Umwandlung von Java-Code in Web-Services. Außerdem gehören Eclipse-basierende Entwicklungswerkzeuge auf Grundlage des Eclipse SOA Tools-Projekts zum Lieferumfang von Celtix Enterprise.

Mit Celtix Advanced Messaging erhalten Kunden eine Messaging-Plattform, die auf der offenen AMQP-Spezifikation basiert, wie sie im Projekt zum Apache Incubator Qpid eingesetzt wird. Celtix Advanced Messaging unterstützt eine Vielzahl unterschiedlicher Messaging-Strukturen, so zum Beispiel Punkt-zu-Punkt Message-Queing sowie Publish-and-Subscribe-Modelle. Darüber hinaus hat Iona das Apache Incubator ActiveMQ-Projekt integriert, um mit Celtix Enterprise auch eine Infrastruktur für das JMS-Messaging (Java Message Service) bereitzustellen.

Bei Celtix Enterprise haben Unternehmen die Wahl zwischen mehreren Implementierungsmodellen. Dazu zählt unter anderem der Einsatz schlanker Container auf Basis des Spring-Frameworks und/oder des Apache-Tomcat-Projekts. Ebenso lassen sich bei Celtix Enterprise alle Services auch in jedem J2EE- (Java 2 Enterprise Edition) oder JBI-Container (Java Business Integration) bereitstellen. Aufgrund dieser Flexibilität soll es Anwendern laut Iona leichter fallen, den Open-Source-ESB unternehmensweit über die Grenzen unterschiedlicher Techniken hinweg einzuführen. (ue)

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