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Gosling: "Android ist bisher nur eine Tüte voller Code"

18.12.2007 | 09:00 Uhr |

James Gosling, Java-Erfinder und langjähriger Sun Vice-President, erklärt im Gespräch mit der CW, welche Projekte er im kommenden Jahr vorantreiben will und was er von Googles Handy-Betriebssystem Android hält.

Für Gosling ist die IT-Industrie so innovativ wie immer. "Leider hat das Platzen der Dotcom-Blase den Eindruck erweckt, dass die Innovationen aus der IT verschwunden sind. Das stimmt nicht. Die Industrie ist innovativer als jemals zuvor. Nur geht sie viel businessorientierter und planvoller dabei vor. In der Dotcom-Zeit wurden die Firmen dafür bezahlt, verrückte Ideen zu haben. Das ist heute nicht mehr so."

Der IT-Guru Gosling prognostiziert für das kommende Jahr eine starke Verhaltensänderung der IT-Abteilungen voraus. "Die IT kommt aus ihrem Schneckenhaus heraus. Es geht nicht mehr so sehr um das Bereitstellen interner Reports und solcher Dinge. Sie wird sich sehr intensiv um die Kunden ihrer Unternehmen kümmern." Technisch hofft er auf Geräte, die "intelligenter, vernetzter und leichter zu benutzen" sind. Natürlich ist auch für Gosling das Thema Mobility im kommenden Jahr ganz groß. Allerdings äußert er sich über Googles Android-Initiative eher skeptisch. "Wir wissen nicht wirklich, was wir davon halten solllen. Google hat zwar zur Anklündigung viele Leute auf die Bühne gebracht, aber belastbare Aussagen zur Unterstützung haben sie bisher weder von Carrieren noch Geräteherstellern vorzuweisen. Bisher ist Android nicht anderes als eine Tüte voller Code. Um das Video-Interview zu sehen, klicken Sie einfach ins Bild..

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