1310346

Kinofilm AVATAR - Details zu den digitalen Spezialeffekten

16.12.2009 | 12:35 Uhr |

Am 17.12. kommt das optisch beeindruckende 3D-Fantasy-Abenteuer "Avatar - Aufbruch nach Pandora" von Regisseur James Cameron in die Kinos. Welcher enorme Rechenaufwand hinter den virtuellen Charakteren und Landschaften steckt, lesen Sie in diesem Interview mit den Machern.

PC-WELT: Welche 3D- und digitale Spezialeffekte wurden bei AVATAR eingesetzt?

Guy Williams, VFX Supervisor, Weta Digital: Bei Avatar wurden umfangreiche Grafikeffekte zur Erzeugung von der Welt Pandora und den Na’vi eingesetzt. Der ganze Film wurde in 3D Stereo aufgenommen, weshalb alle grafischen Effekte so erzeugt werden mussten, dass sie auch in 3D funktionieren. Das bedeutet, dass sogar matte Zeichnungen auf komplexe Geometrien projiziert werden mussten, um den Eindruck von Dreidimensionalität zu vermitteln. Und es bedeutet auch, dass der Großteil der Effekte vor der Kamera generiert werden mussten (Es wurde zu aufwändig Ebenen mit Feuer oder Rauch in Bewegungen der 3D-Kamera zu integrieren.)

Wir haben viel Aufwand in die Entwicklung eines Workflows gesteckt, um die Herausforderung zu meistern. Zum Beispiel sind alle Wasserfälle im Dschungel Flüssigkeitssimulationen mit Partikelsystemen, die dazu genutzt wurden, den Nebel und die Luftabsorption des Wassers zu erzeugen. Es wurde nur sehr wenig getrickst. Andere eingesetzte Techniken reichen von verbessertem Subsurface Scattering (Volumenstreuung) und indirekter Beleuchtung bis hin zu Spherical Harmonics (Kugelflächenfunktionen) und Stochastic Pruning (Stochastischer Reduktion).

PC-WELT: Wie wurden die Effekte entwickelt?

Williams : Wir haben das Glück, über ein Weltklasse-Team von Künstlern und Programmieren zu verfügen. Wir hatten schon früh sehr viele Treffen, bei denen wir die schwierigsten Herausforderungen ermittelten. Dies ermöglichte uns, Teams von Künstlern und Programmierern zu bilden, die sich frühzeitig mit dem Programmieren beschäftigen konnten, sodass wir vorbereitet waren, als die Tools in der Produktion benötigt wurden.

Die Grenze zwischen Künstlern und Programmierern verwischt ziemlich oft. Es gibt Programmierer, die vor kurzem noch als Künstler tätig waren und ebenso echte Vollblut-Programmierer, die auf ganz bestimmte Programmierbereiche spezialisiert sind.
Dies erlaubte uns, nicht nur Tools zu entwickeln, die wahnsinnig vielschichtig und kompliziert waren, sondern sie auch so zu entwickeln, dass sie von den Künstlern intuitiv zu bedienen waren.

Unsupported mimetype video/internal for element "media".

0 Kommentare zu diesem Artikel
1310346