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Interpol schnappt Webcam-Sex-Erpresser

02.05.2014 | 19:05 Uhr |

Interpol ist die Zerschlagung eines internationalen Webcam-Sex-Erpresserrings gelungen. Insgesamt 58 Verdächtige wurden in dieser Woche festgenommen.

Monatelang trieb ein Erpresserring, der von den Philippinen aus operierte im Internet sein Unwesen. Die Kriminellen gaben sich dabei als junge Frauen aus und überredeten ihre Opfer, sich vor der Webcam auszuziehen. Die erbeuteten Nacktvideos und -bilder nutzten die Täter dann für Erpressungen. Besonders tragisch: Eines der Opfer, ein 17-Jähriger aus Schottland, wurde vermutlich durch die Machenschaften des Erpresserrings sogar in den Selbstmord getrieben.

Dem Treiben der Bande wurde in dieser Woche allerdings ein unfreiwilliges Ende gesetzt. Den Fahndern von Interpol gelangen eigenen Angaben zufolge ganze 58 Festnahmen von Verdächtigen.

Kriminelle nutzen Skype für Sex-Erpressung

Die so genannte Sextorsion – also die Erpressung durch Fotos und Videos mit sexuellen Inhalten – hat sich laut den Polizeibehörden inzwischen zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Hunderttausende seien laut Schätzungen von Interpol bereits auf die gewieften Webcam-Tricks der Erpresser hereingefallen. Mit dem expliziten Material erpressen die Kriminellen durchschnittlich 500 US-Dollar pro Opfer. Die Opfer sind meist männlich und teilweise noch minderjährig.

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