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Internet-Suche nach Pädophilen erfolgreich

16.10.2007 | 13:01 Uhr |

Die von Interpol in der vergangenen Woche gestartete Internet-Suche nach einem Pädophilen hat einen Erfolg gebracht. Die Identität der per Bild gesuchten Person konnte nach Hinweisen aus der Internet-Gemeinde ermittelt werden.

Interpol hatte in der vergangenen Woche das Bild vom Gesicht des Pädophilen im Internet veröffentlicht . Das Bild stammt aus einer Serie von über 200 Bildern, die eine Person zeigen, die insgesamt 12 Kinder missbraucht hatte. Das Gesicht des Mannes war per Bildbearbeitungssoftware unkenntlich gemacht worden, so dass nur ein Wirbelmuster zu sehen war. Dem Bundeskriminalamt war es gelungen, dieses Wirbelmuster zu entschlüsseln und daraus das Gesicht des Erwachsenen wiederherzustellen. Anschließend hatte Interpol die Internet-Gemeinde aufgerufen, bei der Identifizierung des Mannes zu helfen, nachdem es nicht gelungen war, die Person auf herkömmlichen Wegen zu ermitteln.

Die Aktion war ein Erfolg, wie Interpol nun meldet. Demnach konnte die Person nach über 350 Hinweisen von Internet-Nutzern identifiziert werden und soll sich derzeit in Thailand aufhalten. Fünf unabhängige Quellen aus drei Kontinenten hätten den Mann als einen Lehrer identifiziert, der in Südkorea Kinder in Englisch unterrichtet. Nach den Hinweisen aus dem Internet konnte sowohl der Name des Mannes, als auch dessen Nationalität, Geburtsdatum, Reisepassnummer und derzeitige und frühere Arbeitgeber ermittelt werden.

Nach dem Start der weltweiten Internet-Suche soll der Mann Mitte vergangener Woche aus Südkorea geflohen und nach Thailand eingereist sein. Am Flughafen von Bangkok wurde er von einer Sicherheitskamera bei der Einreise fotografiert.

Zusammen mit den thailändischen Behörden wird derzeit versucht zu ermitteln, wo sich der Mann in Thailand aufhält. Auch dieses Mal ruft die Interpol die Internet-Gemeinde dazu auf, bei der Suche des Mannes zu helfen.

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