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Interoperabilität bei Push-to-talk

29.03.2005 | 10:52 Uhr |

Die Handy-Funktion Push-to-talk wird nach SMS der nächste Kassenknüller - hoffen die Betreiber von Mobilnetzwerken und die Handy-Hersteller. Damit die Handys ähnlich wie Walkie-Talkies arbeiten können, braucht es nicht nur passende Geräte, sondern die Software muss abgestimmt sein.

Über die Funktion Push-to-talk kann ein Teilnehmer mit einem oder mehreren Empfängern Verbindung aufnehmen - sprechen kann jeweils nur ein Teilnehmer, die anderen hören zu. Zuerst wählt der Teilnehmer die gewünschten Empfänger aus einer Kontaktliste aus. Wird der Push-to-talk-Knopf gedrückt, erhalten alle zuvor ausgewählten Empfänger eine Einladung, die sie annehmen oder ablehnen können.

Nach Eingang der Teilnahmebestätigungen eröffnet der erste Teilnehmer durch Druck auf den Push-to-talk-Knopf das Gespräch, das alle zeitgleich hören. Die Verzögerung aufgrund des Wählvorgangs entfällt, da die Verbindung über das "Always On"-Feature des GPRS-Netzwerks permanent aufrechterhalten wird. Jedes Gruppenmitglied kann sofort durch Drücken des Push-to-talk-Knopfes antworten. Die Kommunikation ist stets nur in eine Richtung möglich; wer zuerst den Push-to-talk-Knopf drückt, spricht auch zuerst.

Siemens Communications, der Telekommunikationsbereich der Siemens AG, und Ericsson gaben nun bekannt, dass Interoperabilitätstests von Push-to-talk-fähigen Siemens-Mobiltelefonen und der Infrastruktur von Ericsson erfolgreich abgeschlossen worden seien. Damit werde die Kundenbasis der Betreiber, die standardbasierte Push-to-talk-Geräte anbieten, erheblich größer. Für Endverbraucher bedeute der Einsatz der offenen Standards nahtloses Push-to-talk.

"Interoperabilität ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich Push-to-talk auf dem Markt durchsetzen kann", erklärte Clemens Joos, Leiter des Geschäftsgebiets Mobile Devices von Siemens Communications. "Aus diesem Grund bieten alle Push-to-talk-fähigen Mobiltelefone von Siemens garantierten Zugang zu IMS-Netzwerken und sind mit einem Client ausgestattet, der auf einem offenen Industriestandard basiert."

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