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Internetentwicklung schlecht für arme Länder?

06.12.2000 | 11:20 Uhr |

Die Weltbank ist der Ansicht, dass auch arme Länder einen effektiven Zugang zum Internet erhalten müssen. Anderenfalls könnte dies schwer wiegende Konsequenzen haben.

Die Weltbank ist der Ansicht, dass auch arme Länder einen effektiven Zugang zum Internet erhalten müssen. Anderenfalls könnte dies schwer wiegende Konsequenzen haben.

Das Internet könnte den Abstand zwischen den reichen Industrienationen und den armen Ländern nach Einschätzung der Weltbank weiter erhöhen.

Während die neuen Technologien in den führenden Volkswirtschaften etabliert seien und in hohem Tempo nahezu alle Bereiche des Lebens durchdringen würden, drohten die armen Regionen zurückzufallen, warnte die Weltbank in ihrem Lagebericht 2001.

"Länder, die keinen effektiven Zugang zum Internet haben laufen in verstärktem Maße Gefahr, wirtschaftlich noch mehr ins Hintertreffen zu geraten."

Rund 30 Prozent der US-Amerikaner verfügten bereits über eine Internetanbindung. In Entwicklungsländern stehe die Technologie dagegen nur 0,6 Prozent der Bevölkerung zur Verfügung.

Dennoch sei das Internet gerade für unterentwickelte Nationen eine große Chance, bei vergleichsweise geringen Kosten den Eintritt in die wichtigsten Weltmärkte zu schaffen, ist die Weltbank überzeugt.

Das Internet sei "Doping für die Globalisierung". Deshalb sollten die Entwicklungsländer alle Anstrengungen unternehmen, bei der Internet-Technologie nicht gänzlich den Anschluss zu verpassen. (PC-WELT, 06.12.2000, dpa/ mp)

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