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Zahlreiche Anonymous-Hacker-Attacken am Guy Fawkes Day (UPDATE)

05.11.2012 | 19:06 Uhr |

Den heutigen Guy Fawkes Day begeht Anonymous mit einer wahren Hack-Orgie, der unter anderem PayPal, NBC und zahlreiche Regierungswebsites zum Opfer gefallen sind.

UPDATE: PayPal hat gegenüber PCWELT.de erklärt, dass es keine gehackten Kundenkonten bestätigen kann, tatsächlich seien jedoch 28.000 Konten des Open Source Web-Hosting-Angebots “ZPanel” gehackt worden; das Unternehmen stehe aber nicht mit PayPal in Verbindung.

Der britische Nationalfeiertag Guy Fawkes Day am 5. November steht bei den Hacktivisten von Anonymous in diesem Jahr für den Protest gegen die globale Überwachung. In einer wahren Hack-Orgie wurden heute unter anderem PayPal, NBC und australische Regierungswebsites zum Opfer des Kollektivs.

Weitere Angriffe wurden gegen Imageshack, das Stahl-Unternehmen Arcelor Mittal, die Greek-City-Website und das Konsulat in Ghana ausgeführt. Anonymous ist es außerdem gelungen, sich Zugang zu den Servern von VMware zu verschaffen. Im Zuge der Attacke erbeuteten die Hacktivisten den ESX Server Kernel Quellcode, der kurz darauf im Internet veröffentlicht wurde.

Anonymous plant Enthüllungsplattform Tyler

Welche Auswirkungen der Angriff auf das Online-Bezahlsystem Paypal hatte, ist bislang noch unklar. Das Unternehmen selbst bestätigte, die näheren Umstände untersuchen zu wollen. Gerüchten zufolge, ist Anonymous in den Besitz von 27.935 Paypal-Zugängen gelangt. Diese wurden heute bereits auf einer PrivatePaste-Seite veröffentlicht, die jedoch kurz darauf wieder offline ging.

Im Laufe des Tages nahm Anonymous außerdem die Entwickler von Überwachungssystemen Trapwire und INDECT ins Visier. Auch die Medien sowie Stars und Sternchen bleiben von den Hacktivisten nicht verschont. Zu den weiteren Zielen zählen NBC, eine Lady-Gaga-Fansite sowie die Portale von Saturday Night Live, Jimmy Fallon und Jay Leno.

Es bleibt abzuwarten, ob Anonymous heute auch seine Drohung wahr macht, Facebook vom Netz zu nehmen. Eine entsprechende Ankündigung machte das Kollektiv vor wenigen Tagen als Racheaktion am Social-Games-Entwickler Zynga , der Massen-Entlassungen bestätigt hatte.

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