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Internet verändert politische Kommunikation

Das Internet verändert nach Expertenansicht die politische Kommunikation in Deutschland. Schon jetzt zögen immer mehr Menschen ihre Informationen aus dem Netz.

Das Internet verändert nach Expertenansicht die politische Kommunikation in Deutschland. Schon jetzt zögen immer mehr Menschen ihre Informationen aus dem Netz. Internet-Nutzer seien zudem deutlich politisch aktiver als Nicht-Nutzer, sagte Martin Emmer vom Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau in einem dpa-Gespräch.

"Das Internet hat einen nachweisbar positiven Einfluss, sowohl was die Information als auch was die Partizipation betrifft", sagte Emmer. Ist ein Netz-Zugang vorhanden, werde das Angebot auch genutzt. Bei der älteren Generation wachse die Rolle des Internets ergänzend zu Zeitung und Fernsehen. "Die Veränderungen sind jedoch nicht revolutionär, wie manche vermutet haben, sondern eher evolutionär."

Das Ilmenauer Institut untersucht seit 2001 in Umfragen den Einfluss des Internets auf die politische Kommunikation. Zwar würden Internet-Nutzer weniger Zeitung lesen, nur noch selten Parteien beitreten und auch nicht unbedingt zur Wahl gehen, dennoch seien sie im Netz stark politisch aktiv. "Die spielen nicht nur online."

Immerhin 32 Prozent der Internet-Nutzer informierten sich auf Webseiten von Politikern. 20 bis 25 Prozent bestellten gelegentlich online politisches Info-Material. Per Post oder am Telefon machen das laut Emmer nur knapp 10 Prozent. Jeder Vierte aus der Gruppe derjenigen, die das Netz stark nutzten, mache dort gelegentlich Einträge in politische Foren.

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