49394

Internet unkontrollierbar

01.03.2001 | 12:00 Uhr |

Nordkorea, Saudi-Arabien und China heißen die radikalsten Gegner des Internet, so ein Bericht von "Reporter ohne Grenzen". Doch auch andere Staaten seien durch das Internet in die Defensive geraten, und "träumen von einem Internet unter Kontrolle". Jedoch gelinge es selbst den autoritärsten Regierungen nicht, es wirklich zu kontrollieren.

Nordkorea, Saudi-Arabien und China gehören nach einem Bericht der Journalisten-Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen zu den radikalsten "Gegnern" des Internet. Es seien aber alle Staaten durch das Internet in die Defensive geraten und "träumen von einem Internet unter Kontrolle", hält die in Paris ansässige Organisation in ihrem Bericht fest. Doch nur in Nordkorea gebe es das Internet überhaupt nicht.

"Das Internet sprengt den traditionellen Rahmen, den es für die Machtbeziehungen zwischen den Staaten und jenen gibt, die Informationen produzieren", heißt es in der 149-Seiten-Studie, die von der Organisation zusammen mit der Monatspublikation Transfert.net erarbeitet worden ist. Trotz aller Bemühungen gelinge es auch den autoritärsten Regierungen nicht, es wirklich zu kontrollieren.

Reporter ohne Grenzen wendet sich gegen noch stärkere gesetzliche Hürden für das Internet, "das ein ideales Werkzeug ist, um Zensur zu vereiteln". Auch in westlichen Ländern wie Frankreich, Deutschland und den USA habe es aus Furcht vor einem unkontrollierbaren Internet Versuche gegeben, es mit restriktiven Gesetzen einzuengen. (PC-WELT, 01.03.2001, dpa/ ml)

Netzfilter oft wirkungslos (PC-WELT Online, 16.02.2001)

US-Zensur auf deutschen Seiten (PC-WELT Online, 08.12.2000)

Dissidenten fordern Toleranz (PC-WELT Online, 11.08.2000)

Rechtsextreme Begriffe als Domain verhindern (PC-WELT Online, 08.08.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
49394