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Internet trotzt Hurrikan Katrina

31.08.2005 | 17:01 Uhr |

Der Hurrikan Katrina hat auch die Medien in und um New Orleans schwer getroffen. Presse, Rundfunk und Fernsehen vor Ort berichten aber weiter - vielfach nur noch auf ihren Websites. Und Weblogs dienen als Informationsquelle für Betroffene.

New Orleans versinkt in den Fluten, in einigen Teilen des US-Bundesstaates Louisiana wurde das Kriegsrecht ausgerufen und die Nationalgarde macht zusammen mit der Polizei Jagd auf Plünderer. Zwangsläufig wurde auch die Nachrichten-Infrastruktur schwer in Mitleidenschaft gezogen, das Internet hat in vielen Fällen Print und Telefon als Kommunikations- und Informationsquelle ersetzt.

So konzentriert sich die Berichterstattung der örtlichen Zeitungen auf deren Webauftritte, wie die New York Times berichtet. Die Printausgaben sowie die Fernseh- und Rundfunksendungen mussten dagegen vielfach eingestellt werden, weil die Stromversorgung sowie die Telefonleitungen in den Redaktionen und Druckereien zusammen gebrochen sind oder die Büros selbst unter Wasser stehen.

Die Journalisten wie beispielsweise von "The Times-Picayune" – einer regionalen Zeitung - wichen stattdessen in Gebiete außerhalb des Katastrophengebietes aus. Von dort betreiben die Medienunternehmen eine Notberichterstattung auf ihren Websites.

Auch die Telefongesellschaften traf der Hurrikan mit seinen Überflutungen hart. Viele Festnetzleitungen und Mobilfunknetze sind überlastet und funktionieren nur zeitweise mit vielen Ausfällen. Mails kommen dagegen zumeist an. Also weichen die im Katastrophengebiet zurück gebliebenen Bewohner auf Mails als Kommunikationsform aus, wie CNN Online berichtet. Wer mit dem Handy Kontakt aufnehmen muss, scheint mit SMS bessere Chancen als mit einem Anruf zu haben. So berichten einige Betroffene, dass Textnachrichten teilweise noch durchkämen, wenn Gespräche nicht mehr möglich seien.

Und wie schon im Irak-Krieg bewähren sich auch Weblogs von Betroffenen vielfach als Informationsquelle für Privatpersonen und für die Berichterstattung in den Medien. Darin schildern Opfer des Hurrikans nicht nur ihre Erfahrungen, sondern geben sich auch gegenseitig Ratschläge. Eine Liste mit solchen englischsprachigen Blogs finden Sie hier . Weitere Informationen zum Thema Weblogs und dem Hurrikan Katrina finden Sie in dieser PC-WELT-Meldung:

Hurrikan Katrina: Blogger schildern ihre Erlebnisse

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