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Internet erobert Rathäuser

05.09.2000 | 12:23 Uhr |

Die öffentliche Verwaltung soll künftig Internet und Multimedia-Möglichkeiten verstärkt nutzen. Als erste in Deutschland können etwa Bremens Bürger einige rechtsverbindliche Verwaltungsakte schon online erledigen. Auf einem zweitägigen Kongress präsentieren mehrere Städte ihre Internetprojekte.

Die öffentliche Verwaltung soll künftig Internet und Multimedia-Möglichkeiten verstärkt nutzen. Als erste in Deutschland können etwa Bremens Bürger einige rechtsverbindliche Verwaltungsakte schon online erledigen. Auf einem zweitägigen Kongress präsentieren mehrere Städte ihre Internetprojekte. Rund 500 Teilnehmer aus Kommunen, Bund und Ländern diskutieren bei dieser Gelegenheit ihre Erfahrungen und Probleme mit Multimedia.

Als Vorreiter in Deutschland starte Bremen ab sofort einen Online-Service für einige rechtsverbindliche Verwaltungsakte, vermeldete Bremens Finanzsenator und Bürgermeister Hartmut Perschau zum ersten Media@Komm-Kongress in der Hansestadt.

Bis Mitte 2002 sollen 70 "Geschäftsvorfälle" von den Bürgerinnen und Bürgern auch via Internet abgewickelt werden können. Zu den ersten Angeboten gehören zum Beispiel die Geburtsurkunde vom Standesamt und der Nachsendeantrag für die Post.

Media@Komm nennt sich das wohl bisher größte Pilotvorhaben des Bundes zur Entwicklung und Nutzung des elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs. Es sei ein strategisches Leitprojekt zur Verwirklichung "virtueller Rathäuser und Marktplätze", so der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft- und Technologie, Alfred Tacke. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird mit rund 50 Millionen Mark gefördert. (PC-WELT, 05.09.2000, dpa/ lmd)

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