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Internet aus der Steckdose

Die Baden-Württemberg AG (EnBW) will im Frühjahr nächsten Jahres bis zu 10.000 Kunden an die neue Technologie anschließen, die bis zu 20 mal schneller sein soll als ein ISDN-Zugang. Die Abrechnung soll nicht nach der Online-Zeit, sondern nach der angeforderten Datenmenge erfolgen.

Die Telefonleitung bekommt Konkurrenz. Im Frühjahr 2001 will die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) bis zu 10.000 Kunden über das Stromkabel an das Internet anschließen. Die technischen Hürden für die Datenübertragung seien inzwischen genommen, so Gerhard Goll, Vorstandsvorsitzender der EnBW. Die Verbindung per Stromkabel soll bis zu 20 Mal schneller sein als ein ISDN-Anschluss.

Die Abrechnung erfolgt dabei nicht nach der Online-Zeit sondern nach der übertragenen Datenmenge. Auf diese Weise müssen Kunden für HTML-Seiten weniger bezahlen, als etwa für Videofilme, die sie aus dem Internet abrufen. Die erstmalige Anbindung eines Haushaltes wird nach Einschätzung der EnBW rund 1000 Mark kosten. Ob die Kunden diesen Betrag bezahlen müssen, sei derzeit noch unklar.

Das neue Verfahren soll in rund einem Jahr in Baden-Württemberg eingeführt werden. Ein flächendeckender Ausbau sei langfristig möglich, hänge jedoch auch von der Nachfrage nach der Technologie ab.

Andere Energieanbieter wie die Essener RWE arbeiten auch an dem neuen Internet-Zugang. Start soll ebenfalls Anfang nächsten Jahres sein. (PC-WELT, 04.04.2000, dpa/ hr)

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