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China weist Spionagevorwürfe zurück

01.08.2008 | 12:33 Uhr |

Chinas Außenministerium hat Vorwürfe aus den USA zurückgewiesen, internationale Hotelketten von würden von der Regierung gezwungen, Gäste während der Olympischen Spiele auszuspionieren.

„Die Kritik ist nicht gerechtfertigt“, erklärte der Sprecher des Außenministerium Liu Jianchao auf einer Pressekonferenz. „China respektiert und schützt die Privatsphäre seiner Gäste. Die Sicherheitsmaßnahmen in Hotels und anderen öffentlichen Plätzen entsprechen den weltweit üblichen Standards.“

Am Dienstag hatte der republikanischen US-Senator Sam Brownback China beschuldigt, Hoteliers dazu aufzufordern, der chinesischen Polizei die Installation von Spionageprogrammen in ihren Netzwerken zu erlauben. „Die chinesische Regierung hat in jedem Hotel, das Besucher der Olympischen Spiele beherbergt, ein Spionagesystem eingerichtet“, erklärte er. „Journalisten, die Angehörigen von Athleten und Besucher werden den Untersuchungen des chinesischen Geheimdienstes ausgesetzt sein.“

Welche Hotelketten zur Installation von Spionagesystems aufgefordert wurden, sagte Brownback nicht. Auf telefonische Anfrage, ob er der Presse Dokumente zur Verfügung stellen könne, die seine Behauptung beweisen, gab es keine Reaktion aus dem Büro des Senators. Erstmals hatte er Anfang Mai seine Anschuldigungen erhoben.

Große Hotelketten wie Starwood, zu denen unter anderem die Marken Sheraton, St. Regis, Westin und Four Points gehören, oder Wyndham Worldwide kommentierten die Behauptungen des Senators nicht.

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