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Video-Captchas schützen vor Spammergehilfen

04.07.2010 | 14:03 Uhr |

Das kanadische Unternehmen Leap Marketing Technologieshat mit "NuCaptcha" ein textbasiertes Video-Captcha-System vorgestellt. Dieses verspricht für Foren und Webseiten einen deutlich besseren Schutz vor Spammern als bisherige Bildrätsel.

Denn im Vergleich dazu sind die bewegten Captchas für Hacker-Programme deutlich schwerer zu knacken. Das NuCaptcha-System macht laut Anbieter zudem auch menschlichen Spammergehilfen das cyberkriminelle Leben schwer und bietet somit besonders hohen Schutz. Webangebote, die höchstens 25.000 Captchas pro Monat benötigen, können NuCaptcha Basic kostenlos nutzen und dabei aus verschiedenen Video-Stilen wählen. Captchas sind meist Bildrätsel, bei denen User Buchstaben erkennen müssen. Damit unterscheiden Webangebote menschliche Nutzer von Programmen wie Spambots. Doch diese Sicherheitsvorkehrungen werden zunehmen automatisiert ebenso wie durch bezahlte Gehilfen ausgehebelt.

NuCaptcha setzt nun auf animierte Captchas, bei denen Buchstaben vor einem ebenfalls bewegten Hintergrund erkannt werden müssen. Das System verspricht einen einzigartigen Schutz, indem es beiden Arten von Angriffen einen Riegel vorschiebt. Dem Unternehmen zufolge nutzt die NuCaptcha-Plattform daher Methoden der verhaltensbasierten Intelligenz. Damit wird sichergestellt, dass legitimen menschlichen Benutzern einfache Video-Captchas vorgesetzt werden. Bei Attacken dagegen zeigt das System immer schwierigere Rätsel an, um den Angreifer möglichst auszubremsen.

Im Kampf gegen automatisierte Angriffe verspricht schon der Übergang zu Video-Captchas an sich mehr Sicherheit. Denn dieser Ansatz macht es für derzeit verfügbare Bilderkennungssoftware praktisch unmöglich, die richtigen Buchstaben korrekt zu identifizieren. Für Menschen dagegen ist es völlig normal, Bewegung wahrzunehmen, betonen die NuCaptcha-Macher.

Der Video-Ansatz selbst ist nicht ganz neu. Denn das Kölner Unternehmen CaptchaAd hat bereits im vergangenen Jahr ein Video-Captcha-System vorgestellt. Dabei muss der User nicht einfach bestimmte Buchstaben erkennen, sondern eine Frage zu einem eingespielten Werbevideo beantworten. Blogger und Webseitenbetrieber lockt CaptchaAd damit, dass sie die Werbe-Captchas nicht nur kostenlos nutzen, sondern potenziell Geld damit verdienen können.

(pte)

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