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Twitter mutiert zu Newsfeed statt Social Network

14.03.2010 | 16:22 Uhr |

Der Kurznachrichtendienst Twitter wird zwar häufig in eine Reihe mit den schnell wachsenden Social Networks gestellt und in einem Atemzug mit Facebook oder MySpace genannt. Den Sicherheitsspezialisten der Barracuda Networks zufolge entwickelt sich das Portal aber vielmehr zu einem globalen Newsfeed. Nur 21 Prozent der Nutzer seien "wahre Twitter-User" und machen von ihrem Account regelmäßig Gebrauch. Der überwiegende Großteil sei hingegen nur Teil der Plattform, um die Kurznachrichten anderer User zu lesen, statt selbst welche zu schreiben.

"Twitter ist ein Beschleuniger der Kommunikation", meint Branchenkenner Klaus Eck, Inhaber von Eck Kommunikation , im Gespräch mit pressetext. Ein Social Network setzt dem Fachmann zufolge voraus, dass User auch längere Dialoge führen können, was in anderen Netzwerken wie Facebook oder Google Buzz besser funktioniere. Zwar eigne sich Twitter als Transportmittel von Nachrichten. Nutzer müssten jedoch zusätzlich mit Links versorgt und zu externen Quellen geführt werden. Zudem könnten User ohnehin nur Ausschnitte der Nachrichtenflut verfolgen.

Bei Twitter sind mittlerweile rund 75 Mio. Benutzerkonten registriert. Die Mehrheit ihrer Inhaber zeigt sich jedoch kaum engagiert. 34 Prozent der User haben Barracuda zufolge noch nie "gezwitschert", seit sie ihren Account haben. Zwar ist die Zahl seit Mitte 2009 um drei Prozent gesunken, was auf eine höhere Nutzer-Aktivität hinweise. Dennoch überwiegt der Anteil der Nachrichtenkonsumenten gegenüber den -produzenten weiterhin deutlich. 61 Prozent der User haben weniger als fünf Follower. Schwer überwindbar scheint zudem die Hürde von zehn Followern zu sein. 74 Prozent der Accounts liegen nach Barracuda-Angaben darunter.

Barracuda Labs - Twitter Trends: PDF-Download

(pte)

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