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Social-Shopping macht Facebook zum Bauchladen

15.08.2010 | 16:02 Uhr |

Das Geschäft ist dort, wo die Kunden sind: In einer Zeit der interaktiven und miteinander vernetzten Online-Welt ist dies Facebook. Mit mehr als 500 Mio. Nutzern bietet die Social-Community den Händlern einen nie dagewesenen Pool an potenziellen Käufern. Während die meisten Unternehmen aber lediglich Business-Profile betreiben und auf ihre eigenen Homepages verlinken, bauen andere ihren Laden ("Storefront") direkt in der Facebook-Welt auf. Das Ziel dieser neuen Verkaufsmethode: Social-Shopping.

Social-Shopping verkauft nicht nur Waren oder Dienstleistungen direkt über ein Facebook App, sondern nutzt die Tools der Social-Communitys und die Möglichkeiten des viralen Marketings. Mit der aktiven Einbindung des "Like-Button", von Wunschlisten und anderen Plugins soll dieses Verkaufsmodell ein neues Einkaufserlebnis für die angepeilte junge Zielgruppe bereitstellen. "Damit echtes Social-Shopping überhaupt exisiteren kann, brauchen die Unternehmen eine Verkaufslösung, die sich all diese Plugins zunutze macht. So können Kunden einkaufen, ohne jemals Facebook verlassen zu müssen", sagt etwa Henry Wong, CEO von Adgregate , einem Provider von Storefront-Lösungen für Social-Shopping auf Facebook.

Dem Prinzip dieses Social-Commerce werden hohe Erwartungen entgegengebracht. Laut einer Umfrage von Forrester Research (Q4 2009) zählen mehr als zwei Drittel der US-Einzelhandelskaufleute dieses Verkaufsmodell zu den Top fünf Investitionen für 2010. Bekanntestes Beispiel für eine von Adgregate erstellte Social-Shopping-Lösung ist StyleQ, eine Bekleidungsfirma, die über Facebook Celebrity-Kleidung verkauft.

Auch die amerikanische Fluglinie Delta hat heute, Freitag, eine Storefront auf Facebook eröffnet. Die Passagiere von Delta, die während des Flugs ohnehin zumeist auf Facebook unterwegs sind, können so bequem ihre nächsten Flüge suchen und buchen, so die Idee dahinter.

Um neue und jüngere Kunden zu gewinnen hat, auch die Autoindustrie die Welt der Social-Communitys entdeckt, wenn auch noch nicht in Form von Social-Shopping. So präsentierte etwa VW seinen neuen Polo GTI ausschließlich auf Facebook. Die britische Marke Mini nutzte hingegen die Plattform für einen Ideenwettbewerb, bei dem die Kunden eine Mittelkonsole für ein neues Automodell kreieren konnten.

StyleQ auf Facebook
Studie von Forrester Research

(pte)

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