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Social-Media-Potenzial im Sport nicht ausgeschöpft

06.06.2010 | 14:06 Uhr |

Rund 90 Prozent der amerikanischen Fußball-Fans nützen Social-Media-Networks wie Facebook, Twitter oder LinkedIn. "Dennoch lassen Klubs, Verbände und Sportartikelhersteller bisher das große Potenzial brach liegen", sagte Fernand Wiesenfeld, Managing Director & Partner MV2 Group, im Rahmen des Sports Media Summit in Düsseldorf, gegenüber pressetext.

Laut Wiesenfeld erkennen die meisten Sportinstitutionen die Wichtigkeit von Social Media derzeit noch nicht. Zwar wollen laut einer Untersuchung der MV2-Group rund 50 Prozent der befragten Klubs und Verbände die Social-Media-Budgets erhöhen. Dies sei aber nicht wirklich schwer, da sehr viele Unternehmen wenig bis gar nichts in Social Media investieren, meint Wiesenfeld und untermauert dies mit Zahlen.

45 Prozent der Fußball-Industrie-Unternehmen geben derzeit weniger als 1.000 Dollar pro Jahr für Social-Media-Aktivitäten aus. Nur sieben Prozent investieren mehr als 20.000 Dollar. Dabei gehen 74 Prozent der amerikanischen Fußballfans mindestens einmal täglich ins Internet, um sich über ihren Lieblingsklub oder ihre Lieblingssportart zu informieren. Nur 48 Prozent der Fußball-Fans, die Facebook nützen, wissen jedoch, dass ihr eigener Lieblingsklub eine Präsenz auf einer der Social-Media-Plattformen betreibt. Bei Twitter liegt diese Zahl mit 39 Prozent sogar noch darunter.

Wiesenfeld kritisierte auch, dass jene Verbände und Klubs, die Social-Media-Netzwerke intensiv nutzen, diese Nutzung nicht in einen monetären Profit umwandeln können. "Viele verwenden Facebook und Twitter lediglich als News-Aggregator aber nicht, um beispielsweise Trikot-Aktionen oder Tickets zu verkaufen", so Wiesenfeld gegenüber pressetext.

(pte)

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