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Sichere Web-Community für Volksschüler gestartet

22.05.2010 | 14:36 Uhr |

Der Schutz Minderjähriger vor ungeeigneten Inhalten im Internet ist derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Betroffen von diesem Problem sind vor allem soziale Netzwerk-Communitys wie Facebook oder MySpace, in denen sich jüngere Nutzer oft ohne entsprechende Medienkompetenz und notwendiges Gefahrenbewusstsein bewegen.

Für Kinder im Volksschulalter gibt es aber mit Togetherville seit kurzem eine neue Alternative, die es besorgten Eltern so einfach wie möglich erlauben soll, ihre Sprösslinge in einer sicheren Online-Umgebung zu vollwertigen Social-Media-Experten zu erziehen. "Das Internet ist das großartigste Lernwerkzeug, das jemals erfunden worden ist", schwärmt Mandeep Singh Dhillon, Mitgründer und CEO von Togehterville, einem frisch gestarteten Online-Netzwerk, das speziell für Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren gedacht ist. Das Problem sei nur, dass viele Eltern ihren Nachwuchs aus Angst vor Jugendschutzverletzungen erst gar nicht ins Web lassen würden. "Dadurch wird die Chance vertan, der Jugend bei der Entwicklung von sozialen Online-Fertigkeiten unter die Arme zu greifen, die in der heutigen vernetzen Welt gebraucht werden", betont Dhillon.

"Unsere Beobachtungen bestätigen, dass die Internetnutzer tendenziell immer jünger werden. Diese Entwicklung gilt sicherlich auch für soziale Communitys", erklärt Bernhard Jungwirth, Projektkoordinator bei Saferinternet.at , im Gespräch mit pressetext. Konkrete Nutzungszahlen zur Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen könne man zurzeit aber keine vorlegen.

"Dem kommunikativen Engagement im Web kommt in einer Gesellschaft, in der die Wirklichkeitsvermittlung vorwiegend über Medien erfolgt, eine zunehmend wichtigere Rolle zu. Insofern bin ich durchaus der Auffassung, dass es sinnvoll ist, wenn ein sicherer Raum geschaffen wird, in dem Kinder schon in einem sehr frühen Alter die entsprechenden Online-Skills erlernen und festigen können", meint der Jugendschutzexperte. Ob das aktuelle Beispiel aus den USA tatsächlich ein sicheres Umfeld bieten kann, lasse sich aber nur schwer abschätzen.

Togetherville beruft sich in Bezug auf das Sicherheitsargument vor allem auf den Umstand, dass es auf der Seite nur Eltern möglich ist, ein Benutzerkonto für ihre Kinder anzulegen. Den Erziehungsberechtigten soll es zudem möglich sein, genau zu bestimmen bzw. nachzuverfolgen, mit welchen realen Personen ihre Sprösslinge im virtuellen Raum Kontakt aufnehmen und welche Aktivitäten sie dort verfolgen.

Um zu verhindern, dass die Minderjährigen mit ungeeignetem Material in Berührung kommen, werden speziell geschulte Mitarbeiter eingesetzt, die die Seiteninhalte kontinuierlich überwachen. "Die Kinder können Spiele spielen, sich an Kunstprojekten versuchen oder Videos untereinander tauschen - alles, wozu sie Zugang haben, wurde im Vorfeld bereits gründlich überprüft", so Togehterville-CEO Dhillon.

(pte)

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