01.10.2011, 15:19

Michael Söldner

Internet

Schlechter Schutz von Jugendlichen in sozialen Netzwerken

©europa.eu

Die EU-Kommission bescheinigt sozialen Netzwerken gerade beim Schutz privater Daten von Jugendlichen große Defizite.
Soziale Netzwerke wie Facebook, Schüler.cc oder Xbox Live üben gerade auf Jugendliche eine besondere Anziehungskraft aus und regen zum gegenseitigen Austausch an. Eine im Auftrag der EU-Kommission durchgeführte Studie bescheinigt den Anbietern solcher Kommunikationsplattformen speziell im Bereich der minderjährigen Anwender jedoch unzureichende Schutzmechanismen.

Nur bei Microsofts Spiele-Plattform Xbox Live sowie beim Browserspiel Habbo Hotel ließen sich demnach die Profile der heranwachsenden Anwender so einstellen, dass sie nur von auf der eigenen Kontaktliste bestätigten Freunden betrachtet werden können. Bei der Konkurrenz hingegen wären die privaten Daten auch für Fremde jederzeit einsehbar.
Surfen im Internet: Kostenloser Jugendschutz für den Browser

Insgesamt wurden neun Online-Plattformen untersucht. Überall sei es im Test möglich gewesen, als Fremder Freundschaftsanfragen an Minderjährige zu verschicken. Nur die Netzwerke Dailymotion und Windows Live verhindern die Zustellung derartiger Kontaktanfragen an junge Nutzer. Im Gegensatz dazu waren die im Profil hinterlegten Daten eines Webangebots sogar über externe Suchmaschinen zu erreichen.

Der im Auftrag der EU-Kommission durchgeführte Test nahm Foto- und Videoplattformen wie YouTube oder Flickr unter die Lupe. Ebenfalls untersucht wurde die Blogplattform Skyrock oder browserbasierte Angebote wie Habbo Hotel und Stardoll.
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