20.03.2010, 15:02

pte

Internet

Salam Business Club greift Xing und LinkedIn an

Um sich gegen Internet-Geschäftsnetzwerke wie LinkedIn oder Xing durchzusetzen, baut das Hamburger Start-up-Unternehmen Salam Business Club auf Nutzer aus der arabischen, asiatischen und muslimischen Welt. Die Ende November 2008 gegründete Firma verfolgt dabei eine Nischenstrategie und bezeichnet sich selbst als erste ihrer Art. Zwar kann die Seite bei der Zahl der Nutzer noch längst nicht mit der der Konkurrenz mithalten, gegenüber pressetext zeigt sich Geschäftsführer Rias A. Sherzad aber optimistisch.
"Nachdem die technischen Grundlagen der Plattform umfassend verbessert wurden, konnten wir vor allem in den vergangenen sechs Monaten ein sehr großes Wachstum feststellen", sagt Sherzad. Die Zahlen sprechen für sich. Zählte das Business-Netzwerk im Oktober noch rund 15.000 Mitglieder, so werden es bald schon 100.000 sein. "Bis Ende dieses Jahres gehen wir davon aus, dass die Marke von 200.000 Usern geknackt wird", so der Salam-Business-Club-Chef. Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre seien eher eine Hilfe gewesen.
Das Gründungsmotiv liegt für Sherzad demnach in den Folgen der Finanzmarktkrise und dem daraus resultierten Run auf Shari'ah-konforme Finanzprodukte (Islamic Finance). Obwohl das Portal nur fünf Mitarbeiter zählt, bietet die Community ihren Nutzern neben deutscher, englischer und arabischer, auch persische, türkische, französische sowie urduische Sprachausgaben. Die monatlichen Visits von 100.000 sowie Page Impressions von 1,3 Mio. sind laut Sherzad ein "positives Signal".
"Mit dem Geschäftsnetzwerk sollen endlich auch die Bedürfnisse der muslimisch geprägten Wirtschaftswelt befriedigt werden", sagt Sherzad auf Nachfrage von pressetext. Zusammen mit dem Investmentbanker Farid Zazai, der zweites Gründungsmitglied ist, hat Sherzad auch bereits Kooperationspartner für sein Geschäftsmodell gewinnen können. "Wir bieten an, was Xing und Co fehlt. Denn das Zielgruppenpotenzial ist enorm", unterstreicht Zazai, der in Dubai Geschäftskontakte knüpft. Das Zielgruppenvolumen sei höher als das der Konkurrenz.
Da die Unternehmensführung keinen Raum für religiöse Debatten schaffen wollte, hat man sich entschlossen, den bisherigen Namen "Muslim Business Club" in Salem Business Club umzubenennen. Denn wie bei Konkurrenten gehe es rein um das Geschäft. Genaue Angaben zu den Geschäftszahlen will das Unternehmen noch nicht geben. Beide Unternehmensgründer wollen bis zum Abschluss der großen Finanzierungsrunde warten, bevor sie Details nennen.
(pte)
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