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Internet-Revolution verschoben

15.01.2001 | 15:54 Uhr |

Bereits seit Mitte letzter Woche brodelten im Internet Gerüchte, um eine neue Technologie: Ginger. Das Internet sollte damit revolutioniert, eventuell sogar ganz ersetzt werden, so der Tenor.

Bereits seit Mitte letzter Woche brodelten im Internet Gerüchte, um eine neue Technologie: Ginger. Das Internet sollte revolutioniert, eventuell sogar ganz ersetzt werden, so der Tenor.

Auslöser für die Spekulationen war der Verkauf von Buchrechten für etwa 250.000 Dollar: Diesen Preis soll die Harvard Business School Press dem Autor Steve Kemper bezahlt haben. Das Buch handelt von einem Projekt namens "Ginger" oder "IT" und basiert auf neuen technologischen Entdeckungen des millionenschweren Erfinders Dean Kamen.

Darüber hinaus wurden - parallel zum Verkauf der Buchrechte - angebliche Investitionen und Aussagen von Amazon-Gründer, Jeff Bezos, und Apple-Chef, Steve Jobs, bekannt. Nach "Privatvorführungen" sollen sie das Projekt in den Himmel gelobt und baldige Investitionen zugesichert haben.

Zum einen wurde "Ginger" eine bedeutende Wende in der Weiterentwicklung des Internets zugeschrieben. Zum anderen wurde das Projekt mit einer neuen Methode der Personenbeförderung in Verbindung gebracht. Dazu passte nämlich das zweite Alias "IT", das als Kürzel für "Individual Transport" gesehen wurde. Andere Visionäre sahen sogar schon ein Marktpotential, das weit über dem des WWW liegen sollte.

Die zahlreichen Spekulationen sind inzwischen allerdings auch Erfinder Dean Kamen zuviel geworden. In einer Presseerklärung beschwichtigte er und wiegelte ab: Ginger sei nur ein vielversprechendes Projekt, an dem zur Zeit gearbeitet werde. Bisher veröffentlichte Zitate seien zudem völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er empfahl stattdessen ein Programm namens "First", das von ihm gesponsert wird und jungen Erfindern helfen soll. (PC-WELT, 15.01.2001, eb)

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