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Internet-Provider und IT-Hersteller rüsten sich zum Kampf gegen Spyware

21.04.2004 | 11:43 Uhr |

Einem Report von Earthlink und Webroot Software zufolge befinden sich im Schnitt 28 Spyware-Programme auf PCs. Gleich, ob man den Zahlen glauben schenkt oder nicht, bei der Identifizierung und Beseitigung waren Anwender bislang meist auf sich allein beziehungsweise auf die Hilfe von Anti-Spyware-Programmen angewiesen. Jetzt wollen Internet Service Provider und IT-Hersteller Anwendern helfen sich für den Kampf gegen Spyware zu rüsten. Zu den Gründen für das gesteigerte Interesse zählen auch gestiegene Kosten für die Unternehmen.

Einem Report von Earthlink und Webroot Software zufolge befinden sich im Schnitt 28 Spyware-Programme auf PCs ( wir berichteten ). Gleich, ob man den Zahlen glauben schenkt oder nicht, bei der Identifizierung und Beseitigung waren Endanwender bislang meist auf sich allein beziehungsweise auf die Hilfe von Anti-Spyware-Programmen wie etwa Ad-Aware und Spybot Search & Destroy angewiesen.

Jetzt wollen Internet Service Provider (ISP) und IT-Hersteller Anwendern helfen und beginnen, sich für den Kampf gegen Spyware zu rüsten. Grund für das gesteigerte Interesse sind im Wesentlichen Sicherheitsprobleme, die durch die Schnüffel-Programme verursacht werden können sowie gestiegene Kosten für die Unternehmen.

So waren beispielsweise so genannte "nonviral threats", das heißt Bedrohungen die nicht mit Viren zu tun hatten, die Hauptursache für Anrufe von Konsumenten bei Dells Tech-Support im vergangenen Jahr, berichten unsere Kollegen vom IDG News Service. Laut Maureen Cushman von Dell Consumer Business Segment machten sie zwölf Prozent der Anrufe beim Tech-Support aus. Die Anrufe hinsichtlich Spyware dauern dabei meist sehr lange, verursacht durch die wesentlich ausgiebigere Fehlersuche.

ISP triff es ebenfalls. Anwender rufen verärgert ihre ISP an und sind darüber frustriert, dass die Internet-Verbindung nicht wie erwartet arbeitet, so Austin Hill, Executive Vice President und Mitbegründer von Zero-Knowledge, dessen Firma ISP hinsichtlich Sicherheitsfragen berät. Sie nehmen an, dass der ISP schuld ist. Ein typischer 25-minütiger Anruf eines Kunden kann dabei laut Hill einen Unterschied in den Kosten von bis zu 15 US-Dollar verursachen. Diese hätte zur Folge, dass die Gewinnspanne der ISP völlig aufgebraucht wird.

Studie: Im Schnitt 28 Spyware pro PC (PC-WELT Online, 16.04.2004)

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