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Porno-Industrie klagt gegen neue xxx-Domain-Endung

18.11.2011 | 19:02 Uhr |

Mehrere große Vertreter der Porno-Industrie wollen sich rechtlich gegen die Vergabe der neuen .xxx Internetdomains wehren.

Mit einer Sammelklage wollen sich unterschiedliche Porno-Webseiten gegen die Vergabestelle für Internetdomains ( ICANN ) wehren und damit die Verteilung der neuen .xxx-Domains stoppen. Zu den Teilnehmern zählen mit YouPorn, PornHub, Brazzers, Xtube und Playboy.com auch mehrere Größen der Branche.

Per einstweiliger Verfügung soll die Vergabe der begehrten Internetadressen gestoppt und anschließend mit einem fairen Wettbewerb und angemessenen Preismodellen wieder eröffnet werden. Die Porno-Industrie wirft der Vergabestelle eine monopolistische Leitung, zu hohe Preise und zu wenig Wettbewerb vor. Dadurch sieht sich die Branche in ihren Interessen beschränkt.

Wie Sex das Internet veränderte

Ursprünglich sollten die .xxx-Endungen noch in diesem Jahr eingeführt werden. Das eigentliche Ziel der neuen Domains war eine Vereinigung von Webseiten mit sexuellen Inhalten unter einem Dach, mit dem damit verbundenen Schutz der Anwender vor Malware und Viren.

Doch die Kosten der Domainvergabe fallen immens aus. Allein für die Bewerbung werden knapp 200.000 US-Dollar fällig. Die monatlichen Gebühren könnten sich so schnell pro Jahr auf mehrere Millionen US-Dollar summieren.

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