17.10.2009, 14:29

pte

Internet

Online-Musikdienste halten an Abomodellen fest

Online-Musikdienste schießen wie Pilze aus dem Boden, obwohl sich der finanzielle Erfolg der Plattformen bisher sehr in Grenzen hält. Die meisten Services bieten ihre Musikstreams kostenlos und mit eingeschränktem Zugriff sowie gleichzeitig über kostenpflichtige Monatsabos, die vollen Zugriff ermöglichen, an.
Allerdings fallen die Abonnementen-Zahlen bei den meisten Plattformen bis dato mager aus und nur wenigen Nutzer zeigen sich tatsächlich bereit, Geld in die Abos zu investieren. Trotzdem versuchen ständig neue Musikdienste Fuß zu fassen. Jüngstes Beispiel ist das Start-up Rdio, ein Musik-Abodienst, ins Leben gerufen von den Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis. Laut New York Times soll Rdio im kommenden Jahr starten. Damit versuchen sich Zennström und Friis nach Kazaa - ursprünglich ein P2P-Tauschbörsendienst und mittlerweile ebenfalls ein Abo-Service - schon zum zweiten Mal an einem Online-Musikangebot.
Vorreiter bei kostenpflichtigen Streaming-Angeboten sind die Plattformen Rhapsody, aber auch die neue Version von Napster. Beide sind zumindest relativ erfolgreich und etabliert und zählen jeweils einige Hunderttausend User. Dennoch kann bis heute kein Online-Streamingservice dem Erfolg von Downloadportalen wie iTunes das Wasser reichen. Genauso wenig wird dadurch die Musikpiraterie eingedämmt.
Doch angesichts der weiterhin sinkenden CD-Verkaufszahlen und einer Musikindustrie, die fieberhaft nach profitablen Zukunftsstrategien sucht, halten die Streamingdienste an ihren Abomodellen fest und glauben daran, diese am Ende auch den Usern schmackhaft machen zu können. Populär sind die Plattformen schon jetzt - allerdings nur solange es um die Gratisnutzung geht. Das beweist auch der in London angesiedelte Service Spotify, der in Kürze auch den US-Markt erobern will. Spotify ist es trotz großer Usergemeinde in Europa bislang nicht gelungen, diese Popularität auch in bares Geld zu verwandeln. (pte)
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