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Ohne Web kaum noch Kaufentscheidungen

26.06.2010 | 16:11 Uhr |

Ohne Web werden heute kaum noch Kaufentscheidungen getroffen. Für Konsumenten ist das Internet zum zentralen Informationsmedium geworden und das gilt quer über alle Branchen hinweg.

Egal ob Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Spiele oder Möbel, die Auswahl wird online getroffen, wie eine aktuelle Studie von Yahoo Deutschland belegt. Demnach hat das Web außerdem traditionelle Werbemittel wie Kataloge oder Prospekte überholt. Das Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten nützt nicht nur den Onlinehändlern, sondern auch dem Einzelhandel, schließt die Untersuchung. Aus der Studie geht hervor, dass der Einzelhandel durch eine Webpräsenz und durch konkrete Online-Aktionen profitieren kann. Vor allem Werbe- und Rabattaktionen kommen allgemein gut an und so empfiehlt sich beispielsweise der Einsatz von Web-Coupons oder Online-Prospekten.

In fast allen Branchen spielt die Internetsuche eine zentrale Rolle für die Recherche nach Produktinformationen. Von den Suchmaschinen aus werden wiederum Produkttest-Seiten angesteuert, aber auch Webseiten mit Händlerinformationen, Webkataloge und Preisvergleiche. 71 Prozent der Befragten gaben zum Beispiel an, im Bereich Unterhaltungselektronik online Preise zu vergleichen. Immer mehr Branchen entdecken die Vorteile des Webs als Verkaufskanal. Derzeit boomt vor allem der Bereich Mode. 62 Prozent der Internetnutzer haben im vergangenen Jahr Bekleidung und Schuhe im Netz bestellt.

"Es sind heute eigentlich alle Branchen im Netz gut vertreten und angekommen. Es gibt aber Branchen, in denen noch viel Potenzial steckt, wie etwa im FMCG-Bereich. Auch bei den Lebensmitteln sind wir gerade hierzulande noch nicht so gut aufgestellt", sagt Heiko Genzlinger, Stellvertretender Geschäftsführer und Commercial Director Yahoo Deutschland, auf Nachfrage von pressetext. Das habe damit zu tun, dass es im Gegensatz zu anderen Ländern für Konsumenten noch sehr wenige Angebote für den Onlinekauf von Lebensmitteln gebe. "Die Supermarktketten halten sich bei dem Thema noch stark zurück", so Genzlinger.

Das Internet dient im ersten Schritt vor allem der Information. Dabei ist es jedoch je nach Branche unterschiedlich, wie viel Recherchebedarf besteht. So informieren sich die Konsumenten im Bereich Unterhaltungselektronik zu 53 Prozent vorab im Netz. Zu CDs oder DVDs hingegen holen nur 30 Prozent Informationen vor dem Kauf ein.

Noch informieren sich die Konsumenten insgesamt mehrheitlich vor Ort im Geschäft. Doch der Onlineanteil wächst und das Surfen über Produktwebseiten ersetzt immer häufiger den klassischen Einkaufsbummel.

(pte)

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