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Networking-Trend erobert Mobilfunksektor

31.05.2009 | 14:23 Uhr |

Social-Networking-Plattformen wie Facebook oder MySpace gewinnen im Mobilfunkbereich zunehmend an Bedeutung. Einer aktuellen Erhebung des US-Marktforschungsunternehmens comScore M:Metrics zufolge greifen mittlerweile bereits rund 15 Prozent der insgesamt 25 Mio. Smartphone-Besitzer in den USA "beinahe jeden Tag" über ihre Handys auf derartige Webseiten zu. Bei den technisch etwas bescheidener ausgestatteten Mobilfunkgeräten beläuft sich der entsprechende Wert immerhin noch auf 3,6 Prozent.

Ausschlaggebend für die wachsende Beliebtheit des Mobile Networking ist vor allem das Engagement der Handyhersteller und Mobilfunknetzbetreiber, das zu nutzerfreundlicheren Bedienungsmöglichkeiten und zur Integration spezieller Online-Netzwerk-Applikationen auf den Endgeräten der Verbraucher geführt hat.

"Mobiles Social Networking ist auf jeden Fall ein sehr wichtiger Bereich. Durch die sich ständig weiterentwickelnden technischen Möglichkeiten moderner Smartphones, die Etablierung offener Entwicklerplattformen für mobile Applikationen und deutlich kostengünstigere Tarife hat der Networking-Trend mittlerweile auch den Mobilfunksektor erfasst", stellt Carmen Hillebrand, Pressesprecherin Vodafone Deutschland , auf Nachfrage von pressetext fest. Getragen werde diese Entwicklung vom zunehmenden Wunsch der Handynutzer, auch unterwegs jederzeit und überall ins Web einsteigen zu können. "Das mobile Internet hat inzwischen laufen gelernt. Angefangen beim iPhone, das gezeigt hat, welche Möglichkeiten es in dieser Hinsicht gibt, bis zum neuen HTC Magic, dem ersten Touchscreen-Handy mit Android-Betriebssystem, ist das Surfen im Netz heute massenkompatibel geworden", betont Hillebrand. Was mobile Social-Media-Dienste betrifft, sei aber noch viel Entwicklungspotenzial vorhanden.

Aus Konsumentensicht ist allerdings zu beachten, dass für eine befriedigende Nutzungserfahrung von Social Communitys ein Smartphone dringend zu empfehlen ist. "Man sollte hierfür schon über ein entsprechend ausgestattetes Mobiltelefon der neueren Generation verfügen. Ältere Geräte haben zumeist nur einen eher kleinen Bildschirm, der das User-Erlebnis beim mobilen Internetsurfen beeinträchtigen kann und verfügen über zu wenig Speicher, um die notwendigen Programme ausführen zu können", erläutert Hillebrand. Um Facebook und Co auch in der unteren Handy-Preisklasse einigermaßen sinnvoll nutzen zu können, haben einige Hersteller wie Samsung aber bereits neue Geräte vorgestellt, die mit einer maßgeschneiderten funktionellen Ausstattung und vorinstallierten Netzwerk-Applikationen bei den Konsumenten punkten sollen. Auf diese Weise soll das mobile Networking-Phänomen auch abseits des Smartphone-Marktes, der laut comScore M:Metrics derzeit lediglich rund 13 Prozent des globalen Mobilfunkgeschäfts ausmacht, an Boden gewinnen. (pte)

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