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Michael-Jackson-Zeremonie war Internet-Belastungstest

08.07.2009 | 14:13 Uhr |

Die Trauerfeier für Michael Jackson im Staples Center in Los Angeles sahen sich über eine Milliarde Menschen an. Für das Internet wurde das Ereignis zu einer neuen Belastungsprobe.

Nach ersten Schätzungen lag der Internet-Traffic während der Trauerfeier bei über 30 Prozent als normal. Viele Websites, die die Trauerfeier live im Netz streamten, hatten mit Problemen zu kämpfen. CNN übertrug in Kooperation mit Facebook das Ereignis live im Internet. Laut Angaben des Senders wurden bis zu 781.000 Live-Streams zeitgleich übertragen. MSNBC.com hat gemeldet, dass bis zu 510.000 Live-Streams zeitgleich aktiv waren. Nur während der Live-Übertragung der Vereidigung von Barack Obama im Internet wurden bisher mehr Nutzer verzeichnet.

Das soziale Netzwerk Facebook verzeichnete während der Übertragung der Trauerfeier bis zu 6000 User-Kommentare in der Minute, in der das Wort Jackson fiel. Die Anzahl der Facebook-Freunde von Michael Jackson stieg auf über 7,3 Millionen. Kein anderes Profil bei Facebook hat so viele Freunde, wie das von Michael Jackson. Bisheriger Rekordhalter war das Facebook-Profil vom US-Präsidenten Barack Obama mit knapp 6,4 Millionen Freunden.

Twitter hatte während der Trauerfeier mit Problemen zu kämpfen, weil zu viele User zeitgleich versuchten, Nachrichten zu veröffentlichen. Teilweise erschien eine Fehlermeldung mit dem Hinweis, es später nochmal zu versuchen. Elizabeth Taylor, enge Freundin von Michael Jackson, nutzte ihren Twitter um zu verkünden, sie werde nicht an der Trauerfeier teilnehmen.

Zu den am häufigsten betrachteten Videos in den letzten 24 Stunden bei Youtube gehört ein Video, in dem sich Michael Jacksons Tochter Paris auf der Trauerfeier zu Wort meldet. Das Video wurde bisher über 900.000 Mal angesehen .

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