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Konzerne entdecken Twitter nur langsam

28.02.2010 | 15:11 Uhr |

Twitter hat sich bei den weltgrößten Konzernen bisher nur schleppend etabliert. Erst gut ein Drittel der Fortune-500-Unternehmen nutzt den Short-Messaging-Dienst aktiv zur Pflege von Kundenbeziehungen und Marketingzwecken, wie die Society for New Communications Research (SNCR) aufzeigt.

Dennoch ist die Kurznachrichtenplattform bei den Top-Unternehmen erste Wahl und der schnellst wachsende Social-Media-Kanal. Zwar wächst auch die Nutzung von Blogs, Online-Videos und Podcasts. Generell verzeichnet das Web 2.0 bei den Konzernen anders als bei Kunden und Usern aber nur eine langsame Verbreitung. Dabei bietet sich Experten zufolge gerade Twitter als B2B- wie auch als B2C-Plattform an. Die Plattform eigne sich nicht nur zur Kontaktpflege. Unternehmen könnten auch auf Kritik eingehen und diese "in die Entwicklung neuer Produkte einfließen lassen", so Microblog-Experte Günter Exel gegenüber pressetext.

Erst 35 Prozent der Kommunikationsabteilungen in den weltgrößten Konzernen unterhielten 2009 einen aktiven Twitter-Account mit mehr als einer versendeten Nachricht pro Monat. Damit ist die Nutzung des Portals aber immer noch schneller gewachsen als etwa Unternehmens-Blogs. Nur 22 Prozent der Fortune-500-Betriebe führen solche zur Veröffentlichung von Nachrichten. Knapp ein Drittel davon bietet Video-Blogs an - ein zehnprozentiger Anstieg gegenüber 2008. Podcasts verbreiten sich bei den Firmen mit plus drei auf rund 19 Prozent vergleichsweise langsam.

Die anteilsmäßig meisten Twitter-Accounts sind den SNCR-Angaben zufolge der Versicherungsbranche, gefolgt von der Nahrungsmittelindustrie zuzurechnen. Unter den Top-100-Unternehmen steigt die Häufigkeit der Nutzerkonten sogar auf 47 Prozent. Der Bereich Social Media gewinnt den Experten zufolge in der Geschäftswelt stetig an Bedeutung. Sowohl intern als auch in der externen Kommunikation würde er immer stärker in Firmen integriert. Blogs, Online-Videos, Plattformen wie Twitter, Podcasts oder andere neue Kommunikationskanäle dürften daher künftig noch stärker zum Einsatz kommen.

(pte)

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