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Internet-Kampf gegen Armut

20.02.2001 | 12:41 Uhr |

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen hat am Dienstag ein 2,5-Millionen-Dollar Projekt gestartet, um ländliche Gegenden in China mit Informationen zu versorgen. Das Projekt soll Armut durch Wissen bekämpfen.

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) hat am Dienstag ein 2,5-Millionen-Dollar Projekt gestartet, um ländliche Gegenden in China mit Informationen zu versorgen. Das dreijährige Projekt soll die "digitale Teilung" zwischen Stadt und Land überwinden und Armut durch Wissen bekämpfen, teilte UNDP in einer Pressemitteilung mit.

Per Internet soll über Marktpreise, Agrartechniken und nachhaltige Methoden informiert werden. "Verbesserter Zugang zu technischen und geschäftlichen Informationen kann wesentlich zur Reduzierung der wiederkehrenden bitteren Armut beitragen", hieß es. Ziel sei es, die bäuerliche Produktion zu steigern, Agrarprodukte zu vermarkten und die ländliche Wirtschaft auf mehrere Standbeine zu stellen.

Nach offiziellen Regierungs-Statistiken hat China die Zahl der Menschen unter der Armutsgrenze von 250 Millionen 1978 auf 34 Millionen Ende 1999 gesenkt. Bereits im September vergangenen Jahres legte eine Chinesische Jugend-Entwicklungsorganisation ein eigenes Drei-Jahres-Projekt auf, um 10.000 ländliche Informationszentren zu bauen. Mehr als 20 Millionen Menschen nutzen in China das Internet. (PC-WELT, 20.02.2001, dpa/ mp)

Digitale Trennung der Welt (PC-WELT Online, 23.01.2001)

Internetentwicklung schlecht für arme Länder? (PC-WELT Online, 06.12.2000)

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